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Stellplatz an der frischen Luft

Mehrkosten von 9000 Euro Stellplatz an der frischen Luft

Erst das Tor zu klein, dann der ganze Bau zu teuer: Das Hin und Her in Sachen neue Garage für die Feuerwehr Helsinghausen-Kreuzriehe ist im Nenndorfer Samtgemeindeausschuss (SGA) in die nächste Runde gegangen. Mit diesem Ergebnis: Eine richtige Garage wird es für die Brandbekämpfer vorerst nicht geben. Stattdessen soll es ein offenes Carport sein.

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Helsinghausen/Kreuzriehe (kle). Diesem vorläufigen Endergebnis geht bereits eine jahrelange Debatte voraus. Erst 2013 hieß es, dass die Feuerwehr ihr Unterstellgebäude bekommen sollte. Stand der Dinge damals war allerdings, dass dort nur Geräte wie Atemschutzmasken und der dafür nötige Fahrzeuganhänger gelagert werden sollte, wie Ordnungsamtsleiter André Lutz auf Anfrage dieser Zeitung erklärte. Entsprechend fiel auch die Planung aus. Als jedoch feststand, dass die Ortswehr einen neuen Mannschaftstransportwagen erhalten würde, der ebenfalls in der Garage unterkommen sollte, stellte sich heraus, dass der geplante Bau dafür nicht ausgelegt war: Die Türenbreite wäre nach den gängigen Richtlinien zu klein gewesen. Also ging das Konzept in die Umplanung.
Die nächste Crux folgte: Da sich das neue Bauwerk auf Grund der Gemeinde Suthfeld befinden und zudem an recht prominenter Stelle im Ort stehen würde, bestand die Gemeinde darauf, dass dort kein plumper Betonklotz entsteht sondern ein gemauerter Bau mit einer Dachkonstruktion, der ins Ortsbild passt. Dieser Wunsch sprengte im Zusammenspiel mit dem zusätzlichen Platz für das Fahrzeug den vorgegebenen Kostenrahmen von 13 000 Euro gewaltig.
Selbst mit Eigenleistung von freiwilligen Helfern wäre das Vorhaben wohl auf 22 000 Euro gekommen. Das war dem Samtgemeindeausschuss zu viel – auch nach dem Angebot der Gemeinde Suthfeld, einen Anteil davon selbst zu übernehmen, wie Suthfelds Bürgermeister Horst Schlüter in einer späteren Ratssitzung erklärte. Die SGA-Mitglieder entschieden sich mit großer Mehrheit gegen das Konzept und die Mehrkosten.
Der alternative Vorschlag lautete, einen einfachen Carport zu installieren, der zu einer Seite hin offen ist und einen abgeschlossenen Bereich für die Lagerung der Geräte bietet. Die Planung dafür wurde bereits in Auftrag gegeben. Bei Einhaltung des Kostenrahmens muss das Projekt anschließend nicht mehr in die Ausschüsse, sondern kann direkt umgesetzt werden.
Ortsbrandmeister Markus Brandt zeigte sich auf Anfrage über die Entwicklung der ganzen Debatte nicht glücklich: „Eine geschlossene Garage wäre uns natürlich lieber gewesen.“ Das Einsatzfahrzeug sollte schließlich vor Wind und Wetter geschützt sein. „Wir hatten uns dieses ganze Brimborium mit dem Satteldach auch gar nicht gewünscht“, so Brandt. „Ein schlichter Schuppen mit Flachdach – das hätte uns genügt.“ Der Carport bilde nun zumindest eine Zwischenlösung, in Brandts Augen aber mehr auch nicht.

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