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Zoff um einen Tanzboden

Suthfeld / Konflikt Zoff um einen Tanzboden

Durch den Zoff um einen mobilen Holzboden sind in Suthfeld alte Rivalitäten zwischen den Ortsteilen Helsinghausen und Riehe aufgebrochen. Auslöser des Streites: Die Rieher Feuerwehr verweigerte die Herausgabe des Tanzbodens an die Dorfgemeinschaft Helsinghausen.

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Betrübte Gesicher im Ausschuss als Thorsten Koch (rechts) vom Streit um den Tanzboden berichtet.

Quelle: tes

Suthfeld (tes). Die „unschöne Begebenheit“ ereignete sich vor dem Erntefest in Helsinghausen, erläuterte CDU-Ratsherr Thorsten Koch in der Sitzung des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses. Als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Helsinghausen habe er den im Sportheim Riehe eingelagerten Tanzboden, der von der Rieher Feuerwehr verwaltet wird, für das Festzelt ausleihen wollen. Dieter Pasler, Vorsitzender der Schützengilde, hatte zuvor den Vorsitzenden des TuS Riehe, Reinhard Humbracht, informiert und auch eine Zusage von Bürgermeister Horst Schlüter eingeholt.

,„Kaum hatten wir den Boden auf den Anhänger geladen, kam jemand, der sich sehr unschön verhalten hat“, schilderte Koch die Reaktion seitens der Rieher Feuerwehr, die den Tanzboden nicht rausrücken wollte. Die Auseinandersetzung hat in Helsinghausen und Riehe hohe Wellen geschlagen. „Das war unter der Gürtellinie und hat zu einer unmöglichen Situation unter den Vereinen geführt“, kritisierte Koch und erklärte: „Ich dachte in Suthfeld sind alle Vereine gleichgestellt.“ Der Rieher Ortsbrandmeister Jürgen Arend rechtfertigte die Verweigerung der Herausgabe an die benachbarte Dorfgemeinschaft: „Es gibt einen Beschluss der drei örtlichen Vereine, dass dieser Boden Riehe nicht verlässt.“

Schlüter bestätigte, der Holzboden sei Mitte der neuziger Jahre auf Antrag der Rieher Vereine angeschafft worden. Die Gemeinde habe zugestimmt und das Material bezuschusst. Der Boden sei dann in die Verantwortung der Vereine übergegangen und zum Schluss nur noch von der Feuerwehr genutzt worden.

Dennoch sei er über den Streit enttäuscht, sagte Schlüter. „Suthfeld ist doch nicht so zusammengewachsen wie man sich das erhofft – sehr schade.“ Das Ganze sei mit hohen Emotionen belegt, bedauerte auch die stellvertretende Bürgermeisterin Rita Loewa. Alte Vorurteile zwischen den Dörfern seien hochgekocht. Der Traum von einem gemeinsamen Erntfefest in Suthfeld rücke damit in weite Ferne. „Die Eskalation hat mich sehr betroffen gemacht“, appelierte Loewa an alle Beteiligten: „Ich erwarte beim nächsten Mal mehr Kooperation unter den Vereinen.“ SPD-Fraktionssprecher Michael Dyes forderte die Vereine auf, den Beschluss zu fassen, dass der Tanzboden von allen Suthfelder Vereinen genutzt werden kann.

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