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Lauenhagen 70 Jahre gelebte Solidarität
Schaumburg Niedernwöhren Lauenhagen 70 Jahre gelebte Solidarität
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00:18 25.07.2018
Runder Geburtstag: Mehr als 100 Gäste sind der Einladung des SoVD in Hülshagen gefolgt. Quelle: kil
Hülshagen

Mehr als 100 Besucher waren zu diesem Anlass ins Lauenhäger Bauernhaus gekommen, um bei Gulaschsuppe, Musik und Reden einen gemütlichen Tag miteinander zu verbringen.

„Ich kann mich noch gut daran erinnern, als vor 70 Jahren der Reichsbund gegründet wurde“ – so hieß der SoVD damals –, sagte der Vorsitzende Heinz Wischhöfer in seiner Begrüßung. Schnell klärte er jedoch auf, dass es sich nur um einen Scherz gehandelt habe, er sei schließlich erst neun Monate danach auf die Welt gekommen.

Gemeinsam den Menschen helfen

Dem Ortsverband gehören heute 200 Mitglieder an – „eine stolze Zahl“, zeigte sich Landrat Jörg Farr in seiner Ansprache beeindruckt und lobte die „gute Zusammenarbeit“ zwischen Sozialverband und Landkreis. Da wäre nicht nur die räumliche Nähe von Jobcenter und Sozialberatung an der Breslauer Straße, sondern auch eine inhaltliche Verbundenheit und gemeinsame Ziele: „Wir wollen den Menschen helfen.“

Heinz Wischhöfer begrüßt die Gäste vom Rednerpult aus. Christa Wischhöfer und Jörg Farr kommen später noch zu Wort. Foto: kil

Sei es in den Bereichen Pflege und Rente, Arbeitslosigkeit und Krankheit. „Sie haben sich sieben Jahrzehnte erfolgreich für Behinderte, für Rentner, für Sozialleistungsempfänger und chronisch Kranke eingesetzt“, lobte Farr. Dabei habe der Ortsverband den Sozialstaat in besonderer Weise mitgeprägt. „Sie stehen für die Bewahrung von Werten, für ein Leben in Würde, setzen sich für soziale Gerechtigkeit und Sicherheit ein.“

Im Dschungel der Sozialleistungen

Damit seien sie „ein starker Partner“ bei sozialen Themen. Besonders in einer Zeit, in der manche Menschen von einer sozialen Kälte sprechen, habe der SoVD eine tragende Rolle. In Hülshagen sei besonders die Nachbarschaftshilfe zu bemerken.

„Welcher normaler Mensch steigt heute schon noch durch alle Sozialleistungen durch?“, zeigte er sich kritisch. Durch seine Aufklärungsarbeit und Beratung schaffe der SoVD auch in diesem Bereich Klarheit.

Nach dem Mittagessen gab es weitere Vorträge. Unter anderem referierte Christa Wischhöfer zum Thema „Die teure Wirklichkeit der Frau“. Musik machten Heinz Steege und Willi Kreft, zudem trug der Männergesangverein Nienbrügge einige Lieder vor. kil