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Für alle Generationen da

Neue Pastorin in Lauenhagen Für alle Generationen da

 Es ist die „normale Gemeindearbeit“, auf die sich Inga Troue besonders gefreut hat: Die neue Pastorin in Lauenhagen hat vor gut zwei Monaten ihren Dienst in der rund 1400 Mitglieder großen evangelischen Kirchengemeinde angetreten.

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Am Lesepult in der Maria-Magdalenen-Kirche ist Inga Troue ganz in ihrem Element. Gottesdienste gehören zu den Lieblingsaufgaben der Pastorin.

Quelle: kil

LAUENHAGEN.. Nachdem die 46-Jährige rund zehn Jahre lang bei der Militärseelsorge der Bundeswehr tätig war, sagt sie: „Es ist schön, jetzt wieder alle Generationen – von Kindern bis Senioren – im Blick zu haben und mit ihnen gemeinsam etwas zu gestalten.“

Während ihrer Zeit bei der Bundeswehr hat Troue überwiegend mit Männern zusammengearbeitet. Zwei Auslandseinsätze im Kosovo haben diese Phase ihres Lebens besonders geprägt. Sie hat währenddessen viele wichtige Erfahrungen sammeln können, ist aber auch froh, jetzt wieder in die vielfältigen Aufgaben einer Gemeindepastorin eintauchen zu können. Konfirmandenarbeit, die Begleitung diverser Gruppen, der Posaunenchor – langweilig wird es so schnell nicht. „Am liebsten gestalte ich Gottesdienste“, sagt die gebürtige Hagenburgerin. Dass die Besucherzahl an den regulären Sonntagen meist überschaubar ist, kann ihre Leidenschaft nicht bremsen. „Gottesdienst aus der Konserve“ macht sie dabei nicht. „Ich gestalte jeden Gottesdienst ganz neu.“

Neben Aufenthalten im Kosovo hat die Theologin auch ein Auslandsvikariat an einer deutschsprachigen Kirchengemeinde in Caracas (Venezuela) absolviert. Davon mitgenommen hat sie die Erkenntnis: „Dass die Deutschen doch häufig auf hohem Niveau jammern.“ Sie hat erfahren, dass man auch mit weniger auskommen könne – „und das muss nicht immer ein schlechteres Leben sein“, sagt die Pastorin.

Momentan lebt die Pastorin noch aus dem Koffer

Momentan lebt Troue noch aus dem Koffer und vorübergehend bei ihren Eltern in Hagenburg. „Das Pfarrhaus wird gerade renoviert“, berichtet die Schaumburgerin. Sie hofft, dass die Arbeiten möglichst bald fertig werden, sodass sie im Frühjahr einziehen und endlich „richtig in Lauenhagen ankommen kann“.

Die ersten Wochen waren aufgrund der Weihnachtszeit sehr arbeitsintensiv und abwechselungsreich. Längst hat Troue noch nicht alle Menschen in der Gemeinde kennengelernt.
Auch musikalisch bringt sich die Theologin ein: „Ich spiele Trompete, Blockflöte und Klavier“, erzählt die 46-Jährige, die schon im Posaunenchor und im Eventchor der Kirchengemeinde mitwirkt. Und wer weiß: „Vielleicht finde ich ja noch Menschen, die mit mir Blockflöte spielen wollen.“

Dass Troue heute von der Kanzel predigt, ist nicht selbstverständlich. „Ich hatte in der Schule Bio- und Chemie-Leistungskurs und wollte eigentlich Naturwissenschaften studieren.“ Das Engagement in der Kirche war damals eher ein Hobby. Was genau ihren Sinneswandel hervorgerufen hat, daran kann sie sich gar nicht mehr genau erinnern. „Aber als ich angefangen habe, Theologie zu studieren, war es in der schaumburg-lippischen Kirche noch gar nicht möglich, als Frau ordiniert zu werden.“ Dazu kam es erst Anfang der neunziger Jahre. kil

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