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Lauenhagen darf kein Licht anmachen

Keine Sonderregelung für Gemeinde Lauenhagen darf kein Licht anmachen

Die Argumente der Gemeinde Lauenhagen, das Licht der Straßenlaternen in den Nächten der Woche anzulassen, haben bei der Samtgemeinde Niedernwöhren nicht gefruchtet. Wie Bürgermeister Siegbert Krickhahn bei der Ratssitzung mitteilte, habe die Samtgemeinde einen Sonderweg für Lauenhagen abgelehnt.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Lauenhagen. Dabei wollte die Gemeinde die zusätzlichen Kosten, die für den Strom anfallen würden, bezahlen.

„Genau dadurch entsteht Politikverdrossenheit“, sagte Ratsherr Harald Tielking, der ebenso wie Krickhahn und alle anderen Ratsmitglider zur Wählergemeinschaft Hülshäger und Lauenhäger Bürger (WHLB) gehört. Wenn es keine Argumente gebe und Anträge dennoch abgewiesen würden, könne dies kein Bürger verstehen, meinte Tielking. „Es regen sich wirklich alle darüber auf“, schilderte auch Ratsherr Eike Ehlerding Reaktionen der Einwohner.

Die Straßenlaternen brennen ebenso wie in den anderen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Niedernwöhren nur zwei Nächte in der Woche. Am Wochenende werden von Freitag auf Sonnabend und dann auf Sonntag die Lampen angelassen. Lauenhagen hatte die Einsparung durch die Umrüstung auf LED-Technik zum Anlass genommen, einen Vorstoß gegen die Nachtabschaltung zu wagen.

Mehrkosten von bis zu 900 Euro

„Wir haben eine Summe errechnet, die pro Jahr mehr ausgegeben werden müsste“, sagte Krickhahn. Diese Mehrkosten würden demnach bei 800 bis 900 Euro liegen. Die Gemeinde Lauenhagen habe der Samtgemeinde außerdem mitgeteilt, diese Kosten selbst zu tragen. „Der Antrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt mit Begründugen, die ich nicht nachvollziehen kann“, bedauerte Krickhahn.

Lauenhagens Ratsherr Dieter Kappmeier, ehemaliger Lauenhäger Bürgermeister und derzeit Vorsitzender des Samtgemeinderates, berichtet auf Nachfrage, dass die Lauenhäger sich im Samtgemeindegremium bei der Entscheidung enthalten hätten und das Hauptargument der Mehrheit gewesen sei, eine einheitliche Vorgehensweise innerhalb der Samtgemeinde zu verfolgen. Kappmeier kann sich vorstellen, dass dies auch damit zusammenhänge, dass die Nachtabschaltung vor rund vier Jahren auch einige Umbauten und damit Investitionen erfordert habe. „Das hat ja auch eine ganze Menge gekostet“, sagt Kappmeier. So haben beispielsweise Zeitschaltuhren installiert werden müssen. Außerdem wurde auf jede Laterne eine Markierung angebracht, die auf die Abschaltung hinweist. Damals habe es nur eine „hauchdünne Mehrheit“ dafür gegeben.

„Wir sind ganz schön enttäuscht“, sagte Krickhahn zur Abfuhr der Samtgemeinde. Sogar für die Feuerwehr gebe es Probleme, verwies er auf einen Brand in Hülshagen, bei dem die Brandbekämpfer im Dunkeln gestanden haben und eine eigene Beleuchtung aufbauen mussten. Wenigstens einen Schlüssel für die entsprechenden Schaltschränke sollte deshalb vorliegen, meinte Krickhahn. bab

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