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Wenig Interesse an Info-Abend der SPD

Thema „Kindergarten – und was dann?“ Wenig Interesse an Info-Abend der SPD

Ob es das sonnige Wetter war oder das Thema zu eng gefasst wurde – die gestrige Informationsveranstaltung, zu der der SPD-Samtgemeindeverband Niedernwöhren eingeladen hatte, hat eine sehr maue Resonanz erlebt. Der Titel lautete „Kindergarten – und was dann?“

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Heiko Biermann spricht über die Anfänge der Kooperation von Kindergarten und Schule.

Quelle: kil

Lauenhagen. Nur rund 15 Gäste waren ins Lauenhäger Bauernhaus gekommen – junge Eltern blieben aus, wie auch Jürgen Weh, Vorsitzender des SPD-Samtgemeindeverbandes, feststellen musste. Diskutiert wurde dennoch recht rege.

 Wie definiert man Bildung? Was erwarten Eltern vom Kindergarten? Und läuft alles gut oder besteht Verbesserungsbedarf? Diese und weitere Fragen stellte Weh an den Anfang.

 Meerbecks Bürgermeisterin Sabine Druschke (SPD) lieferte die Rahmendaten für die Grundschullandschaft der Samtgemeinde: 104 Kinder besuchen derzeit den Standort Niedernwöhren, 89 gehen nach Lauenhagen und 74 nach Meerbeck. Insgesamt 65 neue Kinder werden dieses Jahr eingeschult. Die Meerbecker Außenstelle sei zunächst bis zum 31. Juli 2017 genehmigt. Druschke sieht aber keine Veranlassung, warum die Schule nicht auch mittelfristig weiter bestehen sollte. Die Kinderzahlen sowie die Flüchtlingsströme sprächen dafür.

 Weitere Referenten waren Erzieherin Kathrin Möller und Förderschullehrer Heiko Biermann, der an die Anfänge der Kooperation von Kindergarten und Schule erinnerte. Niedernwöhren sei in Sachen Integration und Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule ein Vorreiter gewesen – kreisweit und sogar bundesweit.

 Mit der integrativen Kita fing es an und entwickelte sich immer weiter, bis die Schule 2011 bis 2013 nach erfolgreicher Bewerbung am Modellprojekt „Schule und Kindergarten unter einem Dach“ teilnehmen konnte. Das zog Projekte wie Lesekumpels, gemeinsamen Sportunterricht und „musikalische Brücken“ nach sich, schilderte Biermann. In seinen Augen ganz wichtige Aspekte für den Übergang der Kinder in die Grundschule. Das Problem sei nur: Wenn solche Modellprojekte auslaufen, gebe es weniger Ressourcen und verfügbare Stunden, sodass die Gefahr bestehe, dass viele Projekte wieder „einschlafen“. Die guten Dialogstrukturen, die in der Samtgemeinde aufgebaut worden seien, müssten gepflegt werden. Und das, ergänzte Möller, erfordere wiederum das Engagement Einzelner und auch die finanzielle Unterstützung der Kommunen.

 Kritik wurde aus dem Kindergarten Wiedensahl laut: „Das klingt ja alles sehr schön“, aber die Praxis sehe derzeit anders aus, schilderte eine Zuhörerin. Ein weiterer Gast mahnte an, dass nicht nur die Niedernwöhrener Kinder profitieren dürften, auch die übrigen Kommunen sollten etwas davon haben. Biermann: Alle Beteiligten hätten die Chance und das nötige Wissen, sich Dinge „abzukupfern“ und Kooperationsprojekte selbst umzusetzen. Jutta Roth, Schulleiterin der Wilhem-Busch-Grundschule, erklärte daraufhin, dass Kooperationen auch in den anderen Gemeinden bestünden. Es hänge aber immer davon ab, wie eng die Verbindung von Schule und Kindergarten sei – „so etwas muss wachsen“. kil

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