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200 Jahre fest in Familienhand

Sölters Mühle 200 Jahre fest in Familienhand

Warum Witwe Bolte am Erfolg von Sölters Mühle beteiligt war und wie sich das Unternehmen von einer Windmühle zum Futterhersteller gewandelt hat – all das konnten die Gäste beim Festkommers zum 200-jährigen Bestehen des Meerbecker Familienbetriebs erfahren.

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MEERBECK. Im Festzelt, in dem am Sonnabend beim Erntefest die Trachtenröcke wirbeln, sammelten sich am Freitag mehr als hundert Geschäftspartner, Freunde und Gäste, um gemeinsam mit der Familie Sölter zu feiern.

Die eigentliche Windmühle sei am Standort schon vor 400 Jahren errichtet worden, schilderte Wilhelm Sölter, der die Unternehmensführung an seine beiden Söhne Sören und Frederik weitergegeben hat. Seit 200 Jahren sei das Unternehmen nun fest in der Hand der Sölters. Und das, betonte der Vater mit Blick auf das Thema Landflucht, sei heutzutage nicht selbstverständlich. „Ich bin sehr dankbar dafür.“ Dass diese Entscheidung aus absolut freien Stücken erfolgt sei, machte auch Sören Sölter in seiner Ansprache deutlich. Dass er beim ersten Treffen des Handel- und Gewerbevereins auf verständnislose Blicke getroffen war, als er verkündete, mit seinem Bruder den Familienbetrieb in achter Generation fortzuführen, „das hat mich schockiert“, erzählte er. „Wir haben uns freiwillig dazu entschieden“, dankbar, dass ihre Eltern ihnen „ein Fundament“ hinterlassen hätten, „auf dem wir aufbauen und uns selbst verwirklichen können“.

Noch nie von zwei Brüdern geführt

Das Besondere: „In der 200-jährigen Geschichte haben noch nie zwei Brüder den Betrieb geführt.“ Eine gute Balance aus Kontinuität und Wandel machten den Erfolg von Sölters Mühle aus. „Wir haben in den letzten zwei Jahren mehr Geld in neue Maschinen und Lagermöglichkeiten investiert als in zehn Jahren zuvor“, so Sören Sölter. Auch künftig wollen die Brüder die Produktion und Vermarktung von Futtermitteln unter modernen Aspekten vorantreiben. Zugegeben: „Manchmal kann es uns nicht schnell genug gehen“, sagte er schmunzelnd. Da habe der Vater dann doch Recht, wenn er ihnen rate: „Eins nach dem anderen.“

Was Witwe Bolte damit zu tun hat

Karsten Becker, SPD-Landtagsabgeordneter und Freund der Familie, hob Sölters Mühle in seiner Gastrede als Beispiel für die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis hervor. Mit zwölf Arbeitsplätzen und dem Bestreben, in ihrer Marktnische immer wieder eine Lücke zu finden, seien die Betreiber „beispielgebend für viele kleine Betriebe in Schaumburg“. Becker versuchte auch humorvoll den Bogen zu Wilhelm Busch zu spannen. Schließlich sei dieser von Wind- und Dampfmühlen in seinem Werk inspiriert worden. Außerdem: Witwe Bolte, die sich am Federtier erwärmte und den Braten nicht verschmähte, „hat nämlich den Futtermittelboom ausgelöst“, von dem Sölters heute profitieren.  kil

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