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Durch Rollenspiel Opferrolle verlassen

Meerbeck / Selbstbehauptungsseminar Durch Rollenspiel Opferrolle verlassen

„Gemeinsam stark“ lautete das Motto des letzten Wochenendseminars an der Meerbecker Grundschule. Insgesamt 87 Kinder, Mütter und Väter haben an vier Wochenenden einen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs absolviert.

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Damaris Freischlad zeigt den Kindern, wie man sich effektiv gegen Stärkere zur Wehr setzt.

Quelle: svb

Meerbeck (svb). Die Kinder erhielten gemeinsam mit ihren Eltern ein intensives Training inklusive Rollenspielen, die verschiedene Gewaltszenarien darstellten. „Nur durch aktive Mitarbeit der Eltern können Inhalte und Methoden des Seminars langfristig im Bewusstsein und Handeln der Kinder verinnerlicht werden“, erklärt Damaris Freischlad, die Trainerin vom Institut für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Konflikttraining (GSK).

Ziel sei es gewesen, dass die Kinder stark und selbstbewusster werden und sich in täglichen Situationen, in denen sie mit Gewalt konfrontiert werden, behaupten können, meint Sonja Feike, Mitglied des Schulelternrats. Der Elternrat hatte die Seminare organisiert und Feike zeigte sich freudig überrascht über die hohe Teilnehmerzahl.

Zu Beginn des Seminars wurde von den Teilnehmern gemeinsam geklärt, worauf es bei den Rollenspielen und dem Training ankommen sollte. Geschicklichkeit, Blickkontakt und Teamwork wurden notiert. Strategien entwickeln, sich gegenseitig anfeuern sowie sich mit und für andere freuen waren weitere wichtige Punkte.

Darüber hinaus klärten die Kinder, was sie während des Seminars möchten, nämlich Spaß haben, fair und hilfsbereit sein sowie lernen und zuhören. Auf keinen Fall sollte man sich ärgern, streiten und hauen. Auslachen und hänseln war ebenfalls tabu. Der Punkt „nicht dazwischen reden“ wurde von der Trainerin mit zehn Liegestütze oder Kniebeugen geahndet. Bei der Nachbesprechung traf es auch eine Mutter, die „gequatscht“ hatte und die „Strafe“ bereitwillig absolvierte.

In den Rollenspielen wurden die Kinder sensibilisiert, mögliche Gefahrensituationen wahrzunehmen und frühzeitig Grenzverletzungen zu erkennen und selbst Grenzen zu setzen. Schlüsselsätze wie „Schweigen gibt Tätern Macht“ und „Jeder Täter sucht immer Opfer und niemals Gegner“ wurden eingehend besprochen.

Eine Mutter war schockiert darüber, wie leicht sich Kinder Menschen anvertrauen, „denen sie erst zweimal begegnet sind“. Gerade das sei die Gefahr, meinte ein teilnehmender Vater. Für den Ernstfall lernten die Kinder, wie man sich körperlich Überlegenen effektiv zur Wehr setzt.

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