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Ein Tag für 120 Frauen

Meerbeck / Landeskirche Ein Tag für 120 Frauen

Dass Kirche keine Männerdomäne ist, haben die Besucher des „Tags für Frauen“ in der Meerbecker St. Bartholomäus-Kirche erlebt. Aus dem gesamten Gebiet der Schaumburg-lippischen Landeskirche tauschten sich Frauen zum Thema „Wo bin ich beheimatet?“ aus.

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Die Teilnehmerinnen am „Kirchen-Frauentag“ widmen sich unterschiedlichen Workshops.

Meerbeck (gus). Landesbischof Karl-Hinrich Manzke eröffnete den in seinem neuen Format erstmaligen Aktionstag, zu dem die Landeskirche eingeladen hatte. Manzke – in Meerbeck „Hahn im Korb“ – hatte einige Frauen vor einem Jahr mit der Idee begeistert, worauf ein Konzept entstand, das nun realisiert wurde.
120 Frauen lauschten anschließend den Worten der Direktorin des Missionswerks Hermannsburg, Martina Helmer-Pham Xuan. Diese erläuterte den Heimatbegriff aus ihrer Biografie heraus. „Als ich in Vietnam lebte, brauchte ich nur ein Bild mit schneebedeckten Bergen ansehen, und mir kamen die Tränen. Heimat scheint besonders aus der Ferne schön“, sagte die Referentin.

Helmer-Pham Xuan vertiefte den Begriff Heimat auch mit Blick auf dessen Herkunft und nahm Bezug auf die Bibel. Heimat sei da, wo Gerechtigkeit herrscht und alle Menschen satt werden – wie bei der Speisung der 5000, die Jesus von Nazareth vornahm. Das passte perfekt ins Programm: Die Besucherinnen ließen sich anschließend das Mittagessen schmecken. Das Küchenteam um Monika Koch war zur Stelle und bediente die 120 Frauen.

Während die Kinder in der Obhut von Erzieherin Jennifer Lietzow spielten, konnten die Frauen an acht Workshops teilnehmen. Bilder mit Heimatgefühlen wurden unter der Anleitung von Britta Eisen gemalt. Magdalena Koller leitete den Workshop „Heilsames Singen“. In den Räumen der Trachtengruppe wurde unter dem Motto „Heimat ist, wo mein Herz ist“ mit Susan Weckwerth meditativ getanzt.

„Wer ist meine Familie?“ fragten Christine Lange und Gertrud Ahlrichs die Frauen, die den Workshop „Bibliodrama“ gewählt hatten. Anke Sonntag und Stefanie Hille-Geveke übten Theaterszenen zum Thema Heimat in den Räumen der neuen Tagespflege. „Bei Gott bin ich geborgen - still wie ein Kind“ war die meditative Gruppenarbeit mit Pastorin Anne Riemenschneider überschrieben.

Eine liturgische Kirchenführung, in der der Heimatpsalm (23) interpretiert wurde, bot Meerbecks Pastorin Antje Stoffels-Gröhl an. Gerichte, an denen sich bereits die biblischen Vorfahren erfreut haben sollen, kochte Marlies Hasemann mit einer Gruppe Frauen in der Schulküche. In der darauf folgenden Kaffeepause kamen die orientalisch gewürzten „Biblischen Gerichte“ auf den Speisetisch.

Am musikalischen Rahmen hatte die Band „Aufleben“ mitgewirkt. Eine Andacht rundete den Tag ab. Zum Schluss formulierte eine Frau, was wohl so manche dachte: „So einen Tag möchte ich wieder erleben.“

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