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Elli nimmt nach 30 Jahren den Hut

Abschied vom Kiga Meerbeck Elli nimmt nach 30 Jahren den Hut

 So manche Kinder, mit denen Elisabeth Ballosch in den Achtzigern im Spielkreis gebastelt und getobt hat, kehren heute als Eltern zurück in den Kindergarten am Dorfteich. Nach 30 Jahren als Erzieherin ist Schluss für die 62-Jährige. Die Meerbeckerin verabschiedet sich in den Ruhestand.

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„Ein Tag ohne Lächeln, ist ein verlorener Tag“: Nach diesem Motto versucht Elisabeth Ballosch durchs Leben zu gehen. Foto: kil

MEERBECK.. Die meisten kennen sie in Meerbeck nur als Elli. Ballosch ist seit 1986 in der Kinderbetreuung der evangelischen Kirchengemeinde Meerbeck, engagierte sich als erste Frau im Gemeinderat und mischt auch heute noch in den politischen Gremien mit.

„Verändert hat sich in 30 Jahren Kindergarten jede Menge“, sagt sie. Anfangs gab es noch den Spielkreis, der dauerte nur von 9 bis 12 Uhr, erinnert sich Ballosch. Für Kinder hat sich die Mutter von zwei Söhnen und Oma von drei Enkelkindern schon immer interessiert, erzählt sie. Ihre erste Lehre machte sie jedoch als Hauswirtschafterin. Nachdem sie als 16-jähriges Mädchen in einer Familie mit vier Kindern gearbeitete, hatte sie jedoch zunächst die Nase voll von den Kleinen.

Doch dieser Zustand hielt nicht lange an. „Durch meine eigenen Kinder bin ich in den Kindergarten reingerutscht“, sagt sie. Nach und nach holte Ballosch die nötigen Qualifikationen nach und bildete sich immer wieder fort.

In 30 Jahren hat sie zahlreiche Erzieher kommen und gehen sehen, mehrere Pastorenwechsel sowie den Umzug des Kindergartens an den Dorfteich und die stetige Erweiterung der Öffnungszeiten erlebt. „Es ist alles schnelllebiger geworden“, meint Ballosch. Viel mehr Eltern müssten heute früher wieder anfangen zu arbeiten, sodass die Kinder schon viel jünger in den Kindergarten kommen. „Es hieß immer, wir arbeiten familienbegleitend. Aber eigentlich sind wir auch ein Stück Familie“, erzählt sie.

„Im Großen und Ganzen eine schöne Zeit, aber es war auch nicht ohne“, sagt die 62-Jährige. Anfangs noch Vollzeit und später dann als Vertretungskraft war sie stets auf Abruf bereit. Da konnte es auch schon einmal vorkommen, „dass ich um 7 angerufen werde, ob ich um halb acht den Kindergarten aufschließen kann“.

Nebenbei war Ballosch schon immer auch politisch aktiv – die bürokratischen Ansprüche mit den praktischen Erfahrungen im Kindergarten zu verbinden, sei nicht immer ganz einfach gewesen.

Ballosch hat gern kreativ mit den Kindern gearbeitet und draußen die Natur erforscht. Mit der Zeit hätten auch der pädagogische Auftrag und die frühzeitige Zusammenarbeit mit der Grundschule immer mehr Gewicht bekommen, sagt sie.
Den Kontakt zum Kindergarten wird Ballosch wegen ihrer Enkelkinder so schnell nicht verlieren und langweilig sollte ihr auch nicht werden. Die 62-Jährige möchte gemeinsam mit ihrem Mann auf Reisen gehen und mit dem Wohnmobil weite Teile von Deutschland und Europa erforschen. kil

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