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Es werde Licht

Friedhofskapelle Meerbeck Es werde Licht

Helle Wände und ein kunstvoll gearbeitetes Fenster in Kreuzform über dem Altar werden bald das dunkel und schlicht gehaltene Interieur der Friedhofskapelle in Meerbeck ablösen.

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Die massive Wand ist schon durchbrochen. Bald wird Pastor Cord Wilkening hier durch ein kunstvolles Glasfenster blicken.

Quelle: geb

Meerbeck. Seit Mitte des Monats wird der 60 Jahre alte Bau renoviert, bis Mitte September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

 Das Stadthäger Architekturbüro Grigat ist federführend bei dem Bauprojekt mit lokalen Handwerksbetrieben. „Es scheint, als würden wir gut im Zeitplan liegen“, freut sich Pastor Cord Wilkening. 50000 Euro sind dafür bislang veranschlagt. Die Mittel stammen aus den angesparten Nutzungsgebühren der Kapelle, die zum Eigentum der Kirchengemeinde Meerbeck zählt. Zwischen 50 und 70 Trauerfeiern werden nach Einschätzung Wilkenings, selbst seit 2010 in der Gemeinde tätig, jährlich in dem Gebäude zelebriert.

 „Die dunkelbraune Decke der Kapelle hatte optisch eine ziemliche Druckwirkung von oben“, sagt der Geistliche und blickt zwischen den Baugerüsten auf die hölzernen Flächen, die noch nicht mit weißer Farbe gestrichen sind. „Hoffnung und das Licht der Ewigkeit“ soll das neue Innenleben nach Wunsch des Pastors widerspiegeln. Der alte Fliesenboden hatte schon einen hellen Farbton, wird aber dennoch durch neue sandsteinfarbene Fliesen ersetzt. An der für den Umbau verhüllten hölzernen Bestuhlung wird sich nichts ändern.

 Der klobige alte Altar aus Zement ist dagegen wie das dunkle Holzkreuz an der Nordseite verschwunden. Sang- und klanglos hat der Küster das alte Kruzifix entsorgt. „Es hatte keinen besonderen künstlerischen Wert und wäre wahrscheinlich nur jahrelang irgendwo gelagert worden“, vermutet Wilkening. Das kreuzförmige Fenster sollte eigentlich am oberen Ende der Wand platziert werden, um möglichst viel Licht hereinzulassen, statt direkt den Platz des alten Kreuzes einzunehmen – doch die Statik spielte nicht mit. „Als die Handwerker die Wand öffneten, fanden sie genau an der Stelle einen Ringanker, also musste der Durchbruch weiter nach unten verlegt werden und setzt damit quasi wieder auf dem Altartisch auf“, sagt Wilkening.

 Für die Gestaltung ist der Glaskünstler Frieder Korff aus Mittelbrink verantwortlich. Auch an trüben Tagen wird sein Werk das Innere der Kapelle erhellen, denn ein LED-Band soll das farbige Fenster einrahmen. Darunter werde ein schlichter Holzaltar Platz finden, für den noch bei heimischen Tischlern Entwürfe eingeholt werden sollen. geb

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