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Feuerwehr vor der Auflösung?

Beschluss gefasst Feuerwehr vor der Auflösung?

Die Zukunft der Ortsfeuerwehr Volksdorf-Kuckshagen ist ungewiss. Möglicherweise steht schon im kommenden Jahr die Auflösung der Feuerwehr bevor, wie Martin Opfermann, Ortsbrandmeister, im SN-Gespräch mitgeteilt hat.

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In das Feuerwehrhaus in Volksdorf will die Samtgemeinde laut Ratsbeschluss keine wesentlichen Investitionen mehr tätigen. 

Quelle: kil

Volksdorf. Der Grund dafür: „Wir haben beschlossen, die Kommandowahlen im kommenden Jahr nicht mehr durchzuführen“, erklärt Opfermann.

Unter der Voraussetzung, dass die Samtgemeinde im Frühjahr zwar beschlossen hat, die Eigenständigkeit der Ortswehren Volksdorf und Hülshagen zu tolerieren, aber nur, solange keine wesentlichen Investitionen für Fahrzeuge oder Gerätehaus anfallen, halten es die Volksdorfer für sinnlos, ein neues Kommando für sechs Jahre zu wählen. Denn das Fahrzeug der Ortswehr sei schon 25 Jahre alt und könnte jeder Zeit den Geist aufgeben, sagt der Ortsbrandmeister. Das würde dann ohnehin das Aus der Feuerwehr Volksdorf-Kuckshagen bedeuten.

Seine Amtszeit endet am 31. März, sein Stellvertreter wäre regulär noch bis Ende Juni im Amt.
Opfermann macht der Samtgemeinde keinen Vorwurf. Er hält die Entscheidung für eine logische Konsequenz, die von den Mitgliedern der Ortswehr einstimmig so vertreten werde. Opfermann berichtet, dass die Feuerwehr ihre Entscheidung bereits dem Gemeindebrandmeister Dieter Kappmeier schriftlich mitgeteilt habe, mit der Bitte um Weiterleitung an die Samtgemeindeverwaltung.

Samtgemeindechef Marc Busse gab auf Anfrage der SN an, dass es seitens der Samtgemeinde noch keinen Plan gebe und das Thema erst in den Ausschüssen, im Rat und mit der betreffenden Ortsfeuerwehr besprochen werden solle.

Opfermann berichtet, dass er vom Gemeindebrandmeister bereits Antwort erhalten habe, in der dieser die Entscheidung der Volksdorfer bedauere und ihnen mitteilt, dass dieser Beschluss die Auflösung der Ortswehr zur Folge haben könnte.

Den Volksdorfern sei das bewusst, „auch wenn es schade um die Feuerwehr ist“, meint Opfermann. Schließlich habe die Feuerwehr auch einen wichtigen Beitrag zur Dorfgemeinschaft im Ort geleistet. Die kleine Feuerwehr, die aktuell 21 aktive und rund 200 passive Mitglieder zählt, feiert nächstes Jahr 80-jähriges Bestehen.
Als die Samtgemeinde 2009 auf der Grundlage eines Feuerwehrkonzeptes entschieden hatte, eine Wache Süd-West mit den Ortswehren Niedernwöhren, Meerbeck und Volksdorf sowie eine Wache Ost mit Lauenhagen, Nordsehl und Hülshagen zu bilden, hatten sich die kleinen Ortswehren Volksdorf-Kuckshagen und Hülshagen dagegen gestellt.

Sie wollten ihre Eigenständigkeit behalten und die Samtgemeinde wollte keine Zwangsauflösung wie in Ottensen erwirken. Sollte sich die Volksdorfer Feuerwehr auflösen, sei es natürlich jedem Mitglied freigestellt, sich der Feuerwehr Meerbeck-Niedernwöhren oder anderen Ortswehren anzuschließen, meint Opfermann. kil

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