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Funkmast: Telekom sucht Konsens

Widerstand gegen LTE-Turm Funkmast: Telekom sucht Konsens

Die Einwände von Bürgern und Gemeinde gegen einen Funkmast an der Dorfstraße 17 haben offenbar Wirkung gezeigt. Zumindest teilt die Telekom auf Nachfrage der SN mit, dass sie bemüht sei, einen anderen Standort zu finden. Von der Pressestelle heißt es dazu: „Wir prüfen aktuell, ob wir eine geeignete Alternative für den Standort finden.“

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Meerbeck. Weiter heißt es: „Sollten wir etwas Passendes finden, werden wir das der Kommune im Rahmen der kommunalen Beteiligung vorstellen.“ Wo sich der Standort befindet, hat die Telekom noch nicht mitgeteilt. Bei einer Infoveranstaltung für Einwohner der Gemeinde Meerbeck im Juni hatte die Telekom ihre Pläne vorgestellt. Demnach sollte ein rund 18 Meter hoher LTE-Funkmast auf einem Grundstück an der Dorfstraße 17 errichtet werden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Telekom noch in der Planungsphase. Warum jetzt die Suche nach Alternativen? „Wir suchen den Konsens“, erklärt die Telekom. Es sei schließlich kein Geheimnis, dass sich in der Gemeinde ein gewisser Widerstand gegen den ausgewählten Standort formiert habe.
Kurz vor der Bürgerversammlung hatte sich eine Bürgerinitiative gegründet, die den Namen „LTE-Ausbau sinnvoll planen“ trägt und von dem Standort mitten im Wohngebiet nicht begeistert ist. Die Initiative möchte den technischen Fortschritt nach eigenen Angaben nicht behindern, sieht aber vorrangig den Schutz der Bürger, erklärt Michael Prahm, einer von acht Gründungsmitgliedern der Initiative.

Auch die Gemeinde wirkt mit

Auch die Gemeinde war von Anfang an gegen den Standort im Wohngebiet und legte der Telekom Alternativstandorte nahe – zum Beispiel am bestehenden Funkmast am Allerweg. Dieser wurde 2007 genehmigt, verknüpft mit der Bedingung, dass dort weitere Masten hinzukommen können. Diesen Standort hatte die Telekom aber abgelehnt. Dass die Telefongesellschaft jetzt doch nach einem neuen Standort sucht, begrüßt die Gemeinde nach Angaben von Bürgermeisterin Sabine Druschke natürlich sehr.
 Michael Prahm, der in engem Kontakt zu einem Telekommitarbeiter stehe, ist sich bei aller Erleichterung über die Bemühungen der Telekom bewusst, dass dies keine Garantie dafür ist, dass der Mast letztlich nicht doch an der Dorfstraße aufgestellt wird, sagt er.
 Die Meerbecker Bürgerinitiative hat mittlerweile eine Homepage erstellt, auf der sie rund um das Thema Mobilfunk in Meerbeck informiert (www.lte-ausbau-sinnvoll-planen.de oder www.mobilfunk-meerbeck.de). Weiterhin planen die Mitglieder, einen zweiten Info-Flyer zum aktuellen Stand zu veröffentlichen.
Losgelöst von den derzeitigen Projekten der Telekom, erklärt Prahm, erscheine es der Initiative sinnvoll, dass die Gemeinde ein kommunales Mobilfunk-Vorsorgekonzept erstellen lässt. Dieses könnte dem Gemeinderat künftig die Möglichkeit bieten, in Fragen der baulichen Ausgestaltung der Mobilfunkversorgung die Planungshoheit auszuüben, meint Prahm. Ob und welche Auswirkungen das auf Bestandsanlagen haben könne – zum Beispiel auf den Vodafone-Funkmast an der Hauptstraße – könne die Initiative bislang nicht abschätzen.

Was bringt der Funkturm?

Mit dem neuen Funkmast soll das mobile Surfen im Internet noch schneller für die Meerbecker werden. Das Unternehmen will dem Vernehmen nach „LTE 800“ erreichen, das bedeutet eine Datenrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde.

kil

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