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Klangvoller Geburtstag

Handglockenchor Wiedensahl Klangvoller Geburtstag

Zum 30. Geburtstag hat der Handglockenchor Wiedensahl die gesamte Bandbreite seines Repertoires in der Meerbecker Bartholomäuskirche dargeboten. Selten ist die Kirche so voll, wie sie es beim Konzert am Sonntag gewesen ist. Mehr als 300 Zuhörer lauschten den Melodien von 27 Glöcknern mit 73 Handglocken.

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Der Handglockenchor zeigt einen Querschnitt aus seinem Repertoire.

Quelle: kil

MEERBECK. „Als wir 1987 die ersten Handglocken geschenkt bekamen, wussten alle nicht so genau, worauf wir uns da eingelassen haben“, erzählte Chorleiter Thomas Eickhoff in seiner Begrüßung. Auch das Publikum sei zunächst irritiert gewesen, als es hieß „Heute spielt der Handglockenchor.“ Das sei heute zum Glück ganz anders, so der Chorleiter. Das Interesse an der Musik der Glöckner ist mittlerweile so groß, „dass die Wiedensahler Kirche leider zu klein für uns ist“.

Der Chor blickt heute auf zahlreiche Auftritte im In- und Ausland, Reisen nach Asien, Südafrika und in die USA und einige Auszeichnungen zurück. „Das hätten wir vor 30 Jahren nie gedacht“, meinte Eickhoff.

Auch eine Röhrenglocke kam zum Einsatz

Beim Geburtstagskonzert in Meerbeck lauschten und applaudierten die Gäste den lieblichen, monumentalen, rasanten und schwelgenden Stücken des Handglockenchores, wie Eickhoff einleitend ankündigte. Neben dem poppigen „You Are My All in All“ und dem wohl bekanntesten Lied „Memory“ aus dem Musical Cats bot auch „das große Tor von Kiew“ einen Höhepunkt des Konzertes. Dabei kam auch eine Röhrenglocke zum Einsatz, die das Polizeiorchester Niedersachsen den Glöcknern zur Verfügung gestellt hatte. Auch der Nachwuchs aus elf Glöcknern, die seit zwei Jahren dabei sind, zeigte mit „Festivo“, was die jungen Musiker schon alles drauf haben.

Als besondere Gäste begrüßte Eickhoff befreundete Glöckner aus Gotha. Der Chor feiert im nächsten Jahr ebenfalls 30-Jähriges und verkündete fröhlich: „Glocken machen süchtig.“  kil

Eine Glocke für den Ideengeber Heinrich Krömer

Ein Lied stand nicht auf dem Programmzettel: Als Überraschung für Heinrich Krömer (Bild) spielte der Chor das Lied „Es geht eine dunkle Wolke herein“, das die Glöckner bei ihrer ersten Festival-Teilnahme gespielt hatten. Krömer, dem die Idee des Handglockenchores zu verdanken sei, habe sich dieses Stück gewünscht, erzählte Chorleiter Thomas Eickhoff. Vor 30 Jahren habe Rudolf Günzel ein paar Handglocken zu verschenken gehabt – eigentlich an die Herforder Kirchenmusikschule. Diese hatte für die Instrumente aber keine Verwendung und als Krömer als damaliger Posaunenchorleiter in Wiedensahl davon Wind bekam, äußerte er den Wunsch, die Glocken den Wiedensahlern zu geben. Zum Dank für diese Initialzündung bekam Heinrich Krömer zur Feier des Tages noch eine Glocke mit persönlicher Gravur überreicht. kil

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