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Meerbeck Mehr Licht und Hoffnung
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00:24 10.03.2018
Pastor Cord Wilkening freut sich über die Atmosphäre, die das kreuzförmige Fenster erzeugt. Quelle: kil
MEERBECK

Rund 60.000 Euro hat die Kirchengemeinde in die Kapelle aus den fünfziger Jahren gesteckt. Unter der Regie des Stadthäger Architekturbüros Grigat hat die Kapelle einen neuen Fliesenboden, einen weißen Anstrich und ein zusätzliches Kreuzfenster an der Nordseite, gestaltet von Glaskünstler Frieder Korff, bekommen. „Die Atmosphäre ist jetzt viel freundlicher“, meint der Pastor.

Eingeweiht wurde die Kapelle ursprünglich am Ewigkeitssonntag 1953. Im damaligen Artikel zur Einweihung habe gestanden, dass das Gebäude „große Behaglichkeit ausstrahlt“, erinnert sich der Pastor.

Damals wenig behaglich

So wirklich behaglich habe er die Kapelle vor der Renovierung allerdings überhaupt nicht gefunden. Die Decke aus dunklem Holz, das klobige dunkle Kruzifix an der Nordseite und ein alter Altar aus Zement – das ist jetzt Geschichte.

Herzstück der neuen Kapelle ist das kreuzförmige Fenster, das mehr Licht und Farbe ins Innere bringt. Für Wilkening symbolisiert das Glaskunstwerk in Form und Farben die Verbindung von Himmel und Erde. Insgesamt hat sich die Kirchengemeinde bei der Umgestaltung stärker auf das Wesentliche konzentriert.

Kein Schnick-Schnack mehr erwünscht

Dort, wo bei einer Trauerfeier Sarg oder Urne stehen, gibt es heute nur noch wenige Möbel sowie einen Kerzenleuchter aus hellem Eichenholz. Überflüssigen „Schnick-Schnack“ bei Beerdigungen, wie Tücher und extra Kerzenleuchter, verbiete die Kirchengemeinde bei künftigen Beerdigungen, erklärt Wilkening. Das habe zum Unmut des Pastors in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen.

Finanziert wurden die Arbeiten durch die angesparten Nutzungsgebühren der Friedhofskapelle. Zur Einweihungsfeier lädt Wilkening alle Interessierten für Sonnabend, 7. April, um 17 Uhr ein. Frieder Korff wird dabei sein und Näheres zum Kreuzfenster erzählen. kil