Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regen

Navigation:
„Nicht so bedrückend wie im Gottesdienst – irgendwie freier“

Meerbeck / Kirche „Nicht so bedrückend wie im Gottesdienst – irgendwie freier“

Beim Feierabendmahl in der Kirche in Meerbeck sind die Kirchenbänke vollkommen leer geblieben. Kein Wunder: Am Abend von „Gründonnerstag“ spielt sich der Gottesdienst traditionell im Altarraum ab.

Voriger Artikel
„Unfassbares Geschehen“ nachempfinden
Nächster Artikel
Ein letztes Mal „feuern“ die Meerbecker unter sich

Ein ungewöhnlicher Anblick: Der Altarraum der Kirche wird beim Feierabendmahl zum festlichen Speisesaal. © kil

Meerbeck (kil). An sechs festlich gedeckten Tischtafeln vor dem Altar kamen rund 50 Besucher aus mehreren Generationen zusammen, um gemeinsam das Abendmahl zu feiern. Statt in den parallel angeordneten Kirchenbankreihen fanden sich die Besucher zur Abwechslung in aufgelockerter Runde und dicht beieinander wieder.
„Wir wollen heute an die Geschichte des Abendmahls erinnern“, sagte Pastor Cord Wilkening zu Beginn. Diese führte die Gemeinde vom Auszug der Israeliten aus Ägypten, über die Neugründung der Kirche bis hin zu den heutigen Abendmahlsgewohnheiten.

Anders als bei einem gewöhnlichen Abendmahl gab es beim Feierabendmahl noch eine Verlängerung. Es wurden Käse, Brot, Trauben und Wein aufgetischt, sodass die Kirchgänger auch nach dem offiziellen Teil noch im Kirchenschiff verweilten.

Monika Roesler aus Stadthagen erlebte das Meerbecker Feierabendmahl zum ersten Mal. „Ich hatte erst gar keine Vorstellung von diesem Abend, aber jetzt finde ich es sehr schön“, sagte sie. „Es ist nicht so bedrückend wie im Gottesdienst, sondern irgendwie freier.“ Das Feierabendmahl sei eine besondere Einstimmung auf den Karfreitag und das Osterfest überhaupt, erzählte eine andere Besucherin. Die Atmosphäre, direkt vor dem Altar zu sitzen, sei ungewöhnlich gut. Dass die Sitzordnung dazu führte, näher beieinander zu hocken, gefiel den meisten.

„Die Atmosphäre ist etwas Besonderes – besser als im Gottesdienst“, meinte Sarah Schlader, die an der Gestaltung des Feierabendmahls beteiligt war. Den wöchentlichen Gottesdienst immer in einem solchen Rahmen abzuhalten – das hält sie dann aber doch für keine gute Idee: „Dann wäre es schließlich nichts Besonderes mehr.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg