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Sandsteinmauer demoliert und nichts bemerkt

Meerbeck Sandsteinmauer demoliert und nichts bemerkt

Ein eigentlich wenig spektakulärer Unfall wird für eine ältere Frau ein gerichtliches Nachspiel haben. Diese war in Meerbeck rückwärts mit ihrem Auto gegen eine Mauer gefahren. Den Schaden an dem Sandsteinbauwerk schätzt die Polizei auf etwa 400 Euro. Dennoch kommt die Staatsanwaltschaft ins Spiel. Denn die Frau entfernte sich vom Unfallort, ohne sich um den Schaden zu kümmern.

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Meerbeck (gus). Ein Zeuge hatte den Vorfall am Mittwoch beobachtet und das Kennzeichen des Autos notiert. Am gestrigen Donnerstag wandte sich der Mann an die Polizeistation Meerbeck/Niedernwöhren. Die Beamten ermittelten die Halterin des Unfallfahrzeugs, suchten sie auf und konfrontierten sie mit den Vorwürfen. Die Unfallverursacherin gab an, den Schaden an der Mauer nicht bemerkt zu haben.

Dennoch leiteten die Beamten nach Worten von Polizeipressesprecher Axel Bergmann ein Strafverfahren ein, weil zu vermuten ist, dass die Frau sich des unerlaubten Entfernens vom Unfallort schuldig gemacht hat. Diese muss nun glaubhaft machen, wirklich nicht bemerkt zu haben, dass sie mit ihrem Auto eine Mauer demoliert hat, um den Verdacht auszuräumen.

Bergmann weist darauf hin, dass sich Autofahrer jede Menge zusätzlichen Ärger ersparen, wenn sie sich nach einem Unfall dieser Art direkt an die Polizei wenden beziehungsweise den Geschädigten informieren. Denn nun muss die Frau nicht nur den Schaden an der Mauer bezahlen sondern bei einem Schuldspruch mit einer zusätzlichen Geldstrafe rechnen. In Extremfällen kann sogar der Führerschein gesperrt werden.

Wem ein solches oder ein ähnliches Malheur passiert und wer möglicherweise zu einem wichtigen Termin eilen muss, der hat dennoch die Pflicht, sich unverzüglich beim Geschädigten oder bei der Polizei zu melden und seine Personalien zu hinterlassen, ehe er sich vom Unfallort entfernt. In Zeiten des Mobilfunks sei dies nahezu von jedermann leistbar. Und die „Wichtigkeit“ des Termins müsse nachgewiesen werden. Gar keinen Spielraum sieht Bergmann bei Unfällen mit Verletzten. Dort gelte die Pflicht zur Hilfeleistung. Ohne „Wenn und Aber“.

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