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70 Jahre und kein bisschen überflüssig

Sozialverband 70 Jahre und kein bisschen überflüssig

Was hätten die Gründungsmitglieder des SoVD-Ortsverbands Niedernwöhren wohl gesagt, wenn Sie dem runden Geburtstag noch beigewohnt hätten? Diese Frage ist bei den Feierlichkeiten zu 70 Jahre SoVD Niedernwöhren mehrfach in den Raum geworfen worden.

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Die Mitglieder lauschen dem Vortrag von Festredner Friedrich Meier.

Niederwöhren. Die Straßen seien geteert und das Land mache einen wohlhabenden Eindruck, führte der neue Kreisvorsitzender. Horst Lissel aus Nienstädt aus. „Ist der SoVD überflüssig geworden?“ Oberflächlich ja, aber dann gäbe es ihn wohl kaum noch. „Wir haben immer noch genug zu tun. Die Aufgaben haben sich nur verändert“, sagte Lissel.

Es sei die Verantwortung des Vereins, all denjenigen eine laute Stimme zu geben, „die durch das soziale Netz fallen“. Dabei habe der SoVD ein Problem: „Wir brauchen Nachwuchs, die Vorstände werden immer älter“, appellierte er an die neuen Generationen, sich einzubringen.

Nach einer Begrüßung durch Ortsverbands-Vorsitzenden Dieter Köpper, gab SoVD-Mitglied Friedrich Meier einen Abriss über die Historie des Verbands. Gegründet wurde dieser als „Reichsbund der Körperbeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen“ am 20. September 1947 nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Damals habe der Monatsbeitrag noch 70 Pfennig betragen – für viele zu viel, sodass es allein während der Währungsreform 26 Austritte gegeben habe.

Zwischen den Fünfzigern und Siebzigern habe sich der Mitgliederbestand dann zwischen 120 und 140 eingependelt und sei bis heute stark angestiegen. Fast 480 Mitglieder zählt der Ortsverband heute – der zweitgrößte in Schaumburg. Die Wurzeln des „Reichsbundes“ liegen allerdings weiter zurück und fußen aus dem „Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten“ von 1917, gegründet von dem Journalisten und Kriegsversehrten Erich Kuttner in Berlin.

Während sich der Verband zunächst um die Kriegsversehrten kümmerte, kamen nun auch die Hinterbliebenen hinzu. Die Aufgaben, so Meier, hätten sich bis heute entscheidend verändert. Es geht „um Bereiche, von denen wir alle tagtäglich betroffen sind“: Rente, Krankenversicherung, Arbeitslosengeld, Behinderung und vieles mehr. Darüber hinaus gebe es eine große soziale Komponente: „Der SovD hat auch die Funktion, die Menschen im Ort zusammenzuführen.“ kil

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