Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
AWS investiert 2,5 Millionen

Biokompostwerk wird erweitert AWS investiert 2,5 Millionen

Da die Schaumburger offenbar überdurchschnittlich viel Bioabfälle und Grünschnitt sammeln, hat die Abfallwirtschafts-Gesellschaft Schaumburg (AWS) beschlossen, sich zu erweitern und umfangreiche Neubau- und Modernisierungsarbeiten durchzuführen.

Voriger Artikel
24 Jahre im Amt
Nächster Artikel
Bürger besorgt über heikle Einmündung

Das Kompostwerk in Wiehagen wird erweitert.

Quelle: kil

NIEDERNWÖHREN. .  2,5 Millionen Euro investiert das Unternehmen am Standort Niedernwöhren, direkt am Mittellandkanal. Das berichtet Antje Ludwig, Geschäftsbereichsleiterin Technik der AWS.
Die Schaumburger sammeln im Vergleich zu anderen Gebieten mehr Grünabfall, sagt Ludwig. Besonders seit der Abschaffung der Brenntage im Jahr 2014 seien die Anlieferungszahlen enorm gestiegen. Darauf reagiert die AWS jetzt mit der Erhöhung der sogenannten Nachrottekapazitäten. In der Verlängerung der beiden bestehenden Nachrottehallen baut das Unternehmen derzeit eine dritte, komplett verschlossene, Halle, womit sich die Fläche mehr als verdoppelt. Der Neubau soll den Arbeitsaufwand erleichtern und Emissionen verringern.
Am Standort in Niedernwöhren werden jährlich 16 000 Tonnen Bioabfälle kompostiert. Seit der Einführung von Biotonnen werden die Küchen- und Gartenabfälle dort zentral zu „gütegesichertem Schaumburger Qualitätskompost“ verarbeitet, heißt es von der AWS. In sieben geschlossenen Rottetunneln findet eine Intensivrotte statt, anschließend wird der Frischkompost zur Nachrotte umgesetzt. So dauert der Gesamtvorgang nur acht Wochen.
Außerdem soll der Anlieferungsverkehr entzerrt werden. Künftig soll die Annahme von kleinen Mengen aus privaten Haushalten getrennt von Anlieferungen von Sammelfahrzeugen erfolgen. Dazu legt die AWS direkt hinter der Toreinfahrt eine Annahmefläche für Kleinmengen an.
Daneben baut das Unternehmen auch ein neues Betriebsgebäude mit Sozialräumen und Duschen. Da die bisherige Kompostlagerfläche im Freien dem Anbau der Halle weichen muss, wird diese auf eine Fläche von 2900 Quadratmetern hinter die Nachrottehalle verlegt.
Da solche Bauprojekte nach dem Bundesnaturschutzgesetz auszugleichen sind, hat die AWS bereits eine Ersatzmaßnahme auf eigenen Flächen erstellt. Auf einer, ein Hektar großen, Ackerfläche am Wiehäger Weg hinter dem Wohngebiet an der Klosterstraße entsteht eine öffentliche Obstwiese. Manfred Wassmann vom Büro Freiraum und Umwelt hat die Maßnahme entwickelt. Bislang wurden zwei Reihen Eichen an den Außenseiten des Feldes gepflanzt und in der Mitte zwei Reihen Obstbäume – insgesamt 38 Bäume. Und zwar so, dass die Obstbäume die alte Bahnstrecke zwischen Stolzenau und Stadthagen nachzeichnen. Zunächst wurden Süßkirschen gepflanzt, denn für den Fall, dass nicht genug Bürger das Obst pflücken, werden diese auch von den Vögeln gegessen, erklärt Wassmann. In den kommenden Monaten soll der Rasen eingesät werden. Darüber hinaus wird der Wall, der das neue Kompostlager umgibt, im Herbst mit heimischen Sträuchern bepflanzt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg