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Badewonne: Geld bis Ende 2015

Finanzausschuss will Betriebskosten zahlen Badewonne: Geld bis Ende 2015

Der Finanzausschuss des Niedernwöhrener Samtgemeinderates hat noch einmal über Finanzmodelle zum Erhalt der Badewonne diskutiert. Vorerst hat der Ausschuss empfohlen, die jährlichen Betriebskosten für die Badewonne im Haushalt einzustellen.

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Einen Betrag für eine eventuelle Sanierung des Hallenbades hat der Ausschuss bislang nicht vorgesehen.

Quelle: Archiv

Niedernwöhren. Einen Betrag für eine eventuelle Sanierung des Hallenbades hat der Ausschuss nicht vorgesehen. Die Vorschläge von CDU (800 000 Euro) und von Bündnis 90/Die Grünen (1,2 Millionen) wurden mehrheitlich abgelehnt.

Für Verwirrung im Ausschuss sorgten die letzten Ankündigungen von Rolf Wöbbeking. Der Vorsitzende des Fördervereins der Badewonne hatte gegenüber den SN die Aufrechterhaltung des Bäderbetriebs über den 28. Februar hinaus angekündigt. Dies war noch nicht bei allen Ratsmitgliedern angekommen.

„Ich habe keine formelle Mitteilung gekriegt, sondern das aus der Zeitung erfahren“, sagte Gerd Wischhöfer (SPD) zu den neuesten Plänen von Wöbbeking. Er habe sogar gehört, dass der Förderverein über die „komplette Übernahme“ nachdenke. „Wer entscheidet eigentlich über den Betrieb, der Förderverein oder wir?“, wollte Jürgen Weh (SPD) wissen.

Wischhöfer wies darauf hin, dass es bisher keinen anderslautenden Beschluss gebe und der Betrieb also finanziert werden müsse. „Ansonsten müssen wir einen Schließungsbeschluss fassen.“ „Wir sitzen zwischen Baum und Borke“, sagte Wischhöfer. Den Betrieb des Bades vorläufig einzustellen, solange das Bürgerbegehren laufe, ergebe wenig Sinn. „Wenn der Vorgang läuft, darf der Rat nicht mehr entscheiden“, gab Weh zu bedenken.

Samtgemeindebürgermeister Marc Busse erklärte, der Prozess beginne mit dem Bürgerbegehren und ende im Bürgerentscheid. Während des laufenden Verfahrens könne der Rat zwar eingreifen, aber der Entscheid als solcher habe die Relevanz eines Ratsbeschlusses.

Deutlich wurde erneut, dass die kritische Haltung der SPD in Bezug auf die Badewonne nicht auf die Sanierungskosten zielt, sondern auf den jährlichen Zuschuss von rund 70 000 Euro. Während Ausschussvorsitzender Ernst Führung (CDU) 30 000 Euro Mehreinnahmen im Bad für möglich hält, wenn der Eintritt erhöht werde, ist die SPD skeptisch. Das Bad funktioniere nur durch die günstigen Konditionen, die durch Förderverein und dessen ehrenamtlichen Aufwand erreicht würden. „Das ist alles Makulatur, wenn es den Förderverein mal nicht mehr gibt“, warnte Wischhöfer.

Ein wenig Luft für kommendes Jahr hat die Samtgemeinde dadurch erreicht, dass die Fraktionen in ihren Haushalts- und Klausurberatungen Positionen aus dem Haushalt gestrichen oder auf kommendes Jahr verschoben haben. Das voraussichtliche Defizit für 2015 konnte dadurch von 338 789 Euro auf 276 789 gesenkt werden.  bab

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