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Niedernwöhren Dorfentwicklung in Niedernwöhrener Gemeinden kann losgehen
Schaumburg Niedernwöhren Niedernwöhren Dorfentwicklung in Niedernwöhrener Gemeinden kann losgehen
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00:20 17.03.2019
Marc Busse (vorne rechts) freut sich über den Bescheid, den ihm Christian Schönfelder übergibt. Noch mehr freuen sich aber die Vertreter von Lauenhagen, Nordsehl und Pollhagen, die der Übergabe beiwohnen. Quelle: ab
Niedernwöhren

Die Samtgemeinde hat den Gemeinden geholfen, in das Programm aufgenommen zu werden; künftig greift sie ihnen bei Planung und Umsetzung der Projekte unter die Arme. Zuständig für das Dorfentwicklungs-Programm ist das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Leine-Weser, das dem Landesministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten untersteht. „Die Fördertöpfe sind jetzt in Reichweite“, sagte Christian Schönfelder vom ArL, als er den Förderbescheid übergab. Lauenhagen, Nordsehl und Pollhagen hatten ihren Antrag unter die Überschrift „Hagenhufendörfer im Dülwald“ gestellt. Workshops, Dorfspaziergänge und Fragebogen-Aktionen waren zur Vorbereitung nötig gewesen.

Der Zeitplan sieht so aus: Zunächst müssen alle Beteiligten ein Planungsbüro finden, das sie durch den Prozess begleitet. Bis zum 31. Juli des kommenden Jahres muss der Dorfentwicklungs-Plan stehen, damit die Anträge auf Förderung fristgerecht bis zum 15. September eingereicht werden. Nach den Worten des ArL-Vertreters Schönfelder könnten im Frühjahr 2021 die ersten Projekte umgesetzt werden. „Die Dorfentwicklung kann nicht alles, aber vieles“, stellte er in Aussicht.

Scharren mit den Hufen

Vertreter der Gemeinde Lauenhagen, Nordsehl und Pollhagen zeigten sich angesichts des Förderbescheids tatendurstig. „Bei uns scharren schon alle mit den Hufen“, sagte Adolf Deterding, Bürgermeister und Gemeindedirektor in Nordsehl. Anträge auf Förderung können sowohl von Kommunen als auch von Privatleuten gestellt werden. In der Regel stemmt die Landesförderung 73 Prozent der Projektkosten, den Rest müssen die Antragsteller kofinanzieren. Die 73 Prozent sind der höchste Fördersatz. Er erklärt sich dadurch, dass die Samtgemeinde Niedernwöhren als steuerschwach eingestuft wird.

„Sie sind jetzt in die Dorfentwicklungs-Familie aufgenommen“, sagte Schönfelder. Er gab den Bürgermeistern und Gemeindedirektoren den Rat, „gleich im ersten Jahr richtig Gas zu geben“. Eines der Ziel des Programmes ist es, dass die Gemeinden Projekte anschieben, die ihnen allen gleichermaßen zugutekommen. Beim Beispiel der „Hagenhufendörfer im Dülwald“ könnte das zum Beispiel die Ansiedlung eines Ärztehauses sein.

Von Arne Boecker