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Dorferneuerung: Fast alles abgearbeitet

Ausschuss für Ortsentwicklung zieht positives Fazit Dorferneuerung: Fast alles abgearbeitet

Unterm Strich waren die Projekte im Zuge der Dorferneuerung eine gute Sache. Darüber ist sich der Ausschuss für Ortsentwicklung und Umwelt der Gemeinde Niedernwöhren einig.

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Der Sitzbereich an der Ecke Landwehr-Allee / Wiedensahler Straße ist im Zuge der Dorferneuerung gebaut worden.

Quelle: kil

Niedernwöhren. Bis auf ein Projekt – der Grill- und Parkplatz an der Alten Schule – konnten alle Maßnahmen in der Förderperiode seit 2007 fristgerecht umgesetzt werden. Das hat Gemeindedirektor Sebastian Kühn in der jüngsten Ausschusssitzung berichtet.

 Die Förderperiode läuft zum Jahresende aus. Für das noch ausstehende Vorhaben an der Alten Schule hat die Gemeinde wie berichtet eine Fristverlängerung um ein Jahr beantragt.

 Allein im privaten Bereich sind Kühn zufolge 21 Projekte umgesetzt worden. Angefangen von Dachsanierungen bis zum neuen Hofpflaster. Insgesamt ergebe das ein Auftragsvolumen von 815000 Euro. Davon seien fast 190000 Euro Zuschüsse gewesen.

 Auch im öffentlichen Bereich habe es ein Dutzend Maßnahmen mit einem Volumen von mehr als 400000 Euro gegeben. Umgesetzt wurde unter anderem die Sanierung der Alten Schule und des Denkmals am „Potsdamer Platz“ sowie die Gestaltung von Aufenthaltsbereichen an der Landwehr-Allee und in Mittelbrink. Letzteres Vorhaben sei noch in der Entstehung, so Kühn.

 Das Fazit der Ausschussmitglieder: Es sei gut, dass man sich bei der Schaffung eines Dorfmittelpunktes auf die Alte Schule konzentriert habe und nicht, wie mal angedacht, das alte Feuerwehrhaus für diesen Zweck gekauft habe. Mit diesem neuen Zentrum sei „etwas für die Allgemeinheit geschaffen“ worden, betonte Dieter Weihmann (SPD). Und Ausschussvorsitzender Friedrich Wilharm (CDU) freute sich, „dass das Haus jetzt it Leben gefüllt wurde“.

 Wilharm erinnerte an die ersten Sitzungen, in denen Ideen für mögliche Dorferneuerungsprojekte gesammelt worden waren. „Die Euphorie war sehr groß.“ Man hatte Vorhaben für rund 4,5 Millionen zusammengetragen. Anschließend sei man wieder „auf den Boden der Tatsachen“ zurückgekehrt und habe sich auf einen Maßnahmenkatalog „zwischen wünschenswert und machbar“ geeinigt.

 Ein wenig kritisch kommentierte der Ausschuss-Vorsitzende den Bürokratieaufwand, den die Dorferneuerung manchmal mit sich bringe. Bewusst überspitzt sagte er: „Ein Atomkraftwerk zu bauen, wäre vielleicht leichter als einen neuen Parkplatz in Niedernwöhren.“

 Zudem sei es schade, dass einige private Projekte, die wunderbar zur Dorferneuerung beitragen würden, nicht realisiert werden könnten, weil es die Finanzlage der betreffenden Eigentümer nicht hergebe. Beispiel: die Dorfstraße mit vielen alten und leer stehenden Gebäuden.

 Auch in der Zukunft dürfe die Dorferneuerung nicht aus dem Blick geraten. Aber es sollten nur vernünftige Vorhaben angepackt werden – und nicht nur, weil es gerade Fördertöpfe gebe. kil

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