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Drohbriefe unter der Lupe

Niedernwöhren / Ermittlungen Drohbriefe unter der Lupe

Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen kann keine Angaben dazu machen, wie lange die Untersuchung der Drohbriefe an ein Ehepaar aus der Samtgemeinde Niedernwöhren dauern wird.

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Niedernwöhren. Die Auswertung von Spuren sei im Allgemeinen so differenziert und komplex, dass sie schon einmal längere Zeit in Anspruch nehmen könne, so ein Sprecher.

 Wie die Schaumburger Nachrichten berichteten, haben Unbekannte insgesamt drei anonyme Schreiben abgesetzt. Zwei an das Ehepaar und einen an den Arbeitgeber der Frau. Die 50-jährige Betroffene verspricht sich durch die kriminaltechnischen Untersuchungen Hinweise auf die Täter.

 „Jeder Vorgang ist unterschiedlich“, sagt Frank Federau, Pressesprecher im LKA. Einzelheiten könne die Behörde ohnehin nicht mitteilen und auch nicht zur Dauer der Untersuchung. „Jedes Beweisstück wird millimetergenau unter die Lupe genommen“, sagt Federau. Dabei durchlaufe es auch noch diverse Fachbereiche. Denn nicht nur auf DNA, sondern auch auf Fingerabdrücke und Mikrofaserspuren werde geprüft. In vielen Fällen würden auch noch die Schrift und der Ausdruck nach Spuren und deren Verwertbarkeit untersucht.

 Im Allgemeinen könne man sagen, dass alle Spuren, die die DNA betreffen, vorrangig bearbeitet werden. In welcher Reihenfolge die Kriminaltechnik vorgehe, hänge von der Einschätzung der Schwere der Tat ab. Diese Beurteilung liege im Ermessen der örtlichen Polizei. Federau räumt aber ein, dass Kapitalverbrechen und schwerere Taten höhere Priorität haben. Jedoch richte sich die Zeit, die die Auswertung benötigt, auch nach der Masse der Spuren. „Es ist etwas anderes, ob Sie ein Bettlaken nach Spuren untersuchen oder einen Briefumschlag, der viel kleiner ist“, nennt er ein Beispiel.

 Das Ergebnis der Untersuchung werde dann im Rahmen eines Gutachtens zusammengefasst und an die örtlichen Behörden, die für den Fall zuständig sind, weitergegeben. Alles in allem sei die akribische Prozedur „sehr zeitaufwendig“, sagt der Pressesprecher. „Man kann sagen, dass das Spurenaufkommen und die Dauer der Analyse in der Vergangenheit extrem gestiegen sind“, sagt Federau. Was auch an den besseren Untersuchungsmethoden liege. bab

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