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Niedernwöhren Ein Leben für den Verein
Schaumburg Niedernwöhren Niedernwöhren Ein Leben für den Verein
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00:17 21.07.2013
Friedel Busche mit einem alten Mannschaftsbild des TuS Niedernwöhren. Quelle: svb
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Von Sven Buchenau

Niedernwöhren.  Ob seine jetzige Aufgabe allerdings als einfacher zu bezeichnen ist, mögen manche bezweifeln. Seitdem der Verein den Sportplatz im vergangenen Jahr von der Gemeinde Niedernwöhren übernommen hat, muss sich der TuS selber um die Pflege der Anlagen kümmern. Diese Aufgabe erledigt Busche mit seinen beiden Freunden Erich Langhoff und Salvatore Calvo ehrenamtlich.

Gemeinsam kümmern sich die drei Senioren um das Schneiden der Hecken, das Unkraut Jähten auf der Sprung- und Kugelstoßanlage sowie die Instandhaltung der Parkflächen. Am meisten Arbeit mache die Pflege der Aschenbahn. Auch Malerarbeiten wie an der Holzbarriere zum Spielfeld erledigen die Drei. Mit der ersten Herren-Fußballmannschaft strichen sie erst vor kurzem die Bratwurstbude. Busche freute sich über die gute Beteiligung der Fußballer bei dieser Aktion.
„Wir haben immer viele Helfer, wenn etwas Größeres ansteht“, erklärte der Rentner. In Kürze soll eine Rasenkante um den Sportplatz verlegt werden, wofür die drei Verantwortlichen bereits jede Menge Freiwillige zusammen haben. „Es läuft immer wunderbar“, bedankt er sich für die Unterstützung. Dann mache es den drei Ehrenamtlichen auch Spaß, erklärte Busche.

Der Höhepunkt seiner Tätigkeit beim TuS sei eindeutig der Bau des neuen Sporthauses im Jahr 1999 gewesen, so der 73-Jährige. Zu dieser Zeit sei er bereits Rentner gewesen und habe nach eigenen Angaben ein Jahr lang zwischen acht und zehn Stunden auf der Baustelle geholfen. Oft fühlte sich der gelernte Bergmann als Mittelsmann zwischen TuS und dem Architekten, schmunzelte er.
In 2009 erlitt Busche einen schweren Unfall und musste sein Engagement zwangsläufig unterbrechen. Sobald es ihm wieder besser ging, fuhr er mit einem Elektrorollstuhl regelmäßig zum Stadion, um nach dem Rechten zu sehen. Mittlerweile ist er wieder fit und packt mit seinen Freunden erneut kräftig mit an. „Wir machen es gerne“, resümiert er.

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