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Ein echter Brocken

Ausbau wird teuer Ein echter Brocken

„Wir haben super gewirtschaftet“ – Bürgermeister Thomas Bachmann kann sich in diesem Jahr über einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt freuen. Es gibt sogar einen kleinen Überschuss von rund 65 000 Euro.

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Quelle: pr.

Niedernwöhren.   Für die geplanten Investitionen von rund einer Millionen Euro – 2014 waren es nur knapp 325 000 Euro – reiche das allerdings nicht aus. Deshalb ist eine Kreditaufnahme von maximal 750 000 Euro vorgesehen.

Den Haushalt 2015 haben die Ratsmitglieder einstimmig beschlossen. Bei den Investitionen sprach Ratsherr Ralf-Uwe Seeger (SPD) von einem „richtigen Brocken“. Die teuerste Maßnahme ist der Ausbau der Hafenstraße (Kanalstraße), die Zufahrt zum Gewerbegebiet Wiehagen, mit rund 650 000 Euro. „Die Straße muss gemacht werden, wenn das Gewerbegebiet handlungsfähig bleiben soll“, betonte er. „Das ist alternativlos.“

Das Vorhaben „ist eine Last, die wir schon seit Jahren vor uns hergetragen haben.“ Kritisch blickte er auf die Diskussion des Meerbecker Rates, der sich für eine finanzielle Beteiligung von drei Prozent entschlossen hat.

Eigentlich wollte er das nicht kommentieren, konnte sich dann aber doch nicht zurückhalten. „Bei Meerbeck hoffe ich auf gar nichts mehr.“ Der Nachbargemeinde gehörten etwa zehn Prozent der Grundfläche an der Straße. Seeger: „Ich weiß nicht, ob man sich da so rausziehen kann.“ Ein Kritikpunkt der Meerbecker war es, dass die Gemeinde von den Gewerbesteuern im Gebiet kaum etwas abbekomme.

Seeger meint dazu: Uns bleiben von den Einnahmen doch auch nur rund fünf Prozent. Der Rest lande in den Kassen von Samtgemeinde und Kreis. Seiner Ansicht nach habe die Entscheidung einer Beteiligung nichts mit Gegenrechnen zu tun, die Frage sei: „Tu ich was oder kneife ich?“

Zur Finanzierung meinet der SPD-Sprecher: Die niedrigen Zinsen seien günstig für eine Kreditaufnahme. Zudem laufen Verhandlungen mit den Anliegern wegen einer finanziellen Beteiligung.
Auch Friedrich Wilharm (CDU) betonte, dass die Gemeinde ohne Darlehen nicht handlungsfähig und das Aufschieben der großen Maßnahmen keine Lösung sei. Auch wenn die Gemeinde jetzt nicht mehr schuldenfrei wäre.

Als „Schmuckstück“ bezeichnete Wilharm die Entwicklung der „Alten Schule“. Die gute Auslastung beweise, dass es richtig gewesen sei, für das Dorfzentrum Geld in die Hand zu nehmen – darin sind sich die Ratsmitglieder einig. Im Haushalt 2015 sind weitere 20 000 Euro für die Sanierung eines Vereinsraums sowie 182 000 Euro für den Parkplatzbau an der „Alten Schule“ veranschlagt.

Mit 130 000 Euro schlägt die Erneuerung des Regenwasserkanals an der Waldstraße zu Buche. Dort gebe es bereist erhebliche Schäden am Schacht, zudem seien die Anwohner bei starkem Regen bereits „abgesoffen“, so Seeger.

Für die Unterhaltung der Gemeindestraßen sind in diesem Jahr 15 000 Euro – 7000 Euro mehr als 2014 – angesetzt, da dort eine Reihe von Maßnahmen zu erwarten sind. kil

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