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Eine Brotdose für jeden Erstklässler

NIedernwöhren/Landkreis / Awo Eine Brotdose für jeden Erstklässler

1523 Brotdosen hat die Awo-Stiftung im Landkreis flächendeckend an alle neuen Erstklässler verteilt. Die 34 Schulanfänger an der integrativen Grundschule Niedernwöhren bekamen ihre Dosen von Helma Hartmann-Grolm und Heidemarie Hanauske überreicht.

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Die Grundschüler freuen sich über Brotdosen und Luftballons von Heidemarie Hanauske und Helma Hartmann-Grolm. © lmh

Niedernwöhren/Landkreis (lmh). Die Vorsitzenden von Stiftungsrat und Vorstand ließen es sich nicht nehmen, sich wenigstens stichprobenartig vom Erfolg der mittlerweile dritten Brotdosen-Aktion zu überzeugen. „Wir wollten etwas für Familien und Kinder in Schaumburg tun“, erklärte Hartmann-Grolm ihre Motivation. Da in vielen Familien das Frühstück zunehmend vernachlässigt werde, habe man sich für eine Brotdose als Erinnerung an einen gesunden Pausen-Snack entschieden. „Wer etwas Gesundes im Bauch hat, lernt auch viel besser“, ist die Stiftungsratsvorsitzende überzeugt.

Bei den Kindern jedenfalls kam die Aktion gut an. „Oh ja, die kann ich gut gebrauchen“, jubelte Jannis. „Einen Apfel“ möchte Anny künftig in der roten Dose mit dem lachenden Gesicht mit zur Schule nehmen, Sissi freute sich auf „ganz viel Brot“. Ein lautes: „Danke“ schallte Hartmann-Grolm und Hanauske entgegen.

Als Hartmann-Grolm mit einer Dose klapperte und damit deutlich machte, dass sie nicht leer war, fragte ein Schüler hoffnungsvoll: „Ist da Kuchen drin?“ Es war ein Müsliriegel, der zum Vorschein kam, ein Luftballon und ein Reim, der die Kinder zu gesunder Ernährung ermuntert.

Die Awo-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, über die hauptamtliche Tätigkeit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hinaus überall da zu unterstützen, wo Hilfe nötig ist. Am Übergang zwischen Kindergarten und Schule sehen die beiden Awo-Vertreterinnen einen wichtigen Ansatzpunkt für die Hinführung zu selbstgeschmierten Broten und Obstrationen, bekämen doch manche Grundschüler bereits Geld in die Hand gedrückt, um sich etwas zu Essen zu kaufen. „Wer das als Kind nicht lernt, greift auch später als Erwachsener leichter zu Fertigprodukten“, so Hartmann-Grolm.

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