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Gemeinde will Baulücken schließen

Niedernwöhren Gemeinde will Baulücken schließen

Wo gibt es noch Baumöglichkeiten in der Gemeinde Niedernwöhren? Diese Frage hat der Ausschuss für Ortsentwicklung und Umwelt in einer öffentlichen Sitzung diskutiert.

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An der Beckstraße gibt es noch einige freie Grundstücke, deren Besitzer zum Teil Verkaufsbereitschaft signalisiert haben.

Quelle: kil

Niedernwöhren. Grundlage war die Entwurfsfassung eines Bauflächenkatasters, das ein Planungsbüro im Auftrag der Gemeinde erstellt hat.

Der Ausschuss war sich einig, dass es wichtig ist, rechtzeitig die Weichen für die Dorfentwicklung der kommenden Jahrzehnte zu stellen. Klar war aber auch: Die Gemeinde habe nicht die finanziellen Mittel, um als Investor, sondern nur als Vermittler aufzutreten, betonte Friedrich Wilharm, Ausschussvorsitzender (CDU).

Den Entwurf des Katasters stellte Gemeindedirektor Sebastian Kühn vor. Die Grundfrage dazu: „Welche Rahmenbedingungen müssen wir schaffen, damit möglichst viele Bürger zu uns ziehen?“ Das Kataster umfasst zum einen reine Baulücken, zum anderen mögliche neue Baugebiete. Was die Lücken angeht, sprach sich der Ausschuss dafür aus, zunächst die generelle Verkaufsbereitschaft der Grundstückseigentümer zu erfragen, um Bauwilligen die verfügbaren Lücken auflisten zu können.

Dieter Weihmann (SPD) wies auf die rund 20 Grundstücke hin, die im Neubaugebiet hinter der Grundschule noch frei sind. Wilharms Einschätzung zufolge würde das Gebiet in den kommenden fünf bis zehn Jahren volllaufen. Darum sei es sinnvoll, die weitere Entwicklung schon jetzt in Gang zu bringen.

Anders als früher sieht das Baugesetzbuch heute vor, erst Lücken im Innenbereich eines Ortes zu verdichten, statt neue Siedlungen im Außenbereich aufzubauen, erläuterte Wilharm. In diesem Sinne hat der Ausschuss über die Schaffung neuer Baugebiete beraten. Der Fokus liegt dabei auf der Beckstraße. In diesem Bereich gebe es nördlich wie südlich der Straße noch Gebiete. Eine Bürgerversammlung habe gezeigt, dass bei einem Großteil der Eigentümer – vor allem im Norden – grundsätzlich Verkaufbereitschaft bestehe. Für dieses Baugebiet sei eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig. Der Ausschuss hat die Empfehlung ausgesprochen, dass die Gemeinde dieses Vorhaben vorantreibt und einen entsprechenden Antrag an die Samtgemeinde stellt.

Jürgen Weh (SPD) zeigte sich skeptisch, ob sich für dieses Gebiet ein Investor zur Erschließung und Vermarktung finden lasse. Stefan Bulmahn (SPD) hingegen hält das Gebiet für attraktiv. Auch Wilharm betonte die Nähe zu Schule und Kindergarten. Dass durch weitere Anwohner ein wenig mehr Verkehr entstünde sei nicht zu vermeiden. „Aber wenn wir ein lebendiges Dorf haben wollen“, müsse man das in Kauf nehmen.

Zudem gingen Weh und Wilharm darauf ein, dass Dorfentwicklung nicht nur bedeute, neue Gebiete auszuweisen, sondern auch den Bestand zu schützen. Als Beispiel nannte Wilharm die Dorfstraße mit vielen alten Bauernhäusern und Leerständen. Natürlich könne die Gemeinde keine Millionen in die Hand nehmen, um dort Gebäude zu sanieren, aber es könnten die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um dort eine sinnvolle Nutzung zu ermöglichen. Als Stichwort warf er Senioren-Wohngemeinschaften ein. So wie die Dorfstraße aktuell sei – „das können wir eigentlich nicht so lassen“, meinte er. Er sehe „die Notwendigkeit, aber keinen Weg, um das Problem in den Griff zu kriegen“. kil

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