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Großbrand im Hafen Wiehagen

Lagerhalle in Flammen Großbrand im Hafen Wiehagen

Ein Feuer hat am Donnerstagabend eine riesige Lagerhalle im Hafen Wiehagen zerstört. Mit einem Großaufgebot von mehr als 150 Einsatzkräften hat die Feuerwehr versucht, ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Gebäude zu verhindern.

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Das Stroh in der Lagerhalle auf dem Raiffeisengelände in Wiehagen brennt lichterloh. Die Spezialfahrzeuge der Feuerwehr positionieren sich auf dem weitläufigen Gelände.

Quelle: rg

Niedernwöhren/Wiehagen. Ob dies gelungen ist, stand bei Redaktionsschluss gegen kurz vor Mitternacht noch nicht endgültig fest – ebenso wenig die Schadenshöhe. Menschen wurden nicht verletzt.

In der 65 Meter langen, 45 Meter breiten und rund zwölf Meter hohen Halle hatte der Raiffeisen-Landbund Stroh gelagert. Dieses war aus noch unbekannter Ursache in Brand geraten. Ob sich auch Maschinen in der Halle befanden, konnte die Feuerwehr am Abend noch nicht mit Sicherheit sagen.

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers war der Alarm um 20.20 Uhr in der Leitstelle eingegangen. Nach SN-Informationen sollen zuerst zwei Angler am Mittellandkanal die Rauchentwicklung bemerkt haben.

Sofort rückten sämtliche Feuerwehren der Samtgemeinde Niedernwöhren aus. Die Drehleiter aus Bückeburg wurde hinzugerufen, außerdem zwei Hubrettungsbühnen-Fahrzeuge aus Petershagen-Lahde und Stadthagen. Alarmiert wurden auch Einsatzkräfte aus Helpsen, Hespe und Achum sowie die Bundeswehr-Flughafenfeuerwehr aus Bückeburg, die mit einem großen Löschfahrzeug anrückte. Im Laufe des Abends wurden weitere Spezialfahrzeuge hinzugerufen, beispielsweise von der Feuerwehr Hannover. Zu diesem Zeitpunkt waren Feuerschein und Rauchsäule kilometerweit zu sehen.

Nach Feuerwehrangaben wurden pro Minute rund 8000 Liter Wasser aus dem Mittellandkanal gepumpt, um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Die Feuerwehr baute eine sogenannte Riegelstellung auf. Am späten Abend sah es so aus, als würden die benachbarten Gebäude gerettet werden können.

Laut Landbund-Geschäftsführer Marco Gottschalk, der dem Raub der Flammen nur ungläubig zuschauen konnte, war die Halle mit gepresstem Stroh lediglich zu einem Viertel voll. „Die Ernte hat ja erst angefangen.“ 4000 Tonnen gepresstes Stroh kann die Halle laut Gottschalk maximal fassen. Mitarbeiter seien nicht mehr vor Ort gewesen.
Die Nachbarorte, speziell die in Windrichtung liegenden Gemeinden Meerbeck und Niedernwöhren, lagen zeitweise unter einer beißenden Qualmglocke.

Brandursache noch völlig unklar

Der Großeinsatz hat die Feuerwehrkräfte vor gewaltige Herausforderungen gestellt. Die mehr als 150 Einsatzkräfte, die auch aus Hannover und Nordrhein-Westfalen angerückt waren, mussten sich zwischen zig Schläuchen und feuerwehrtechnischem Gerät bewegen. An die 40 Feuerwehrfahrzeuge positionierten sich rund um das Gelände am Hafen.

Abgekämpft lösten sich die Atemschutzträger regelmäßig ab. „Jeder von ihnen kann das maximal 30 Minuten machen“, sagt Niedernwöhrens Feuerwehrsprecher Michael Jedamzik. Von Vorteil sei, dass seine Kameraden das Gelände gut kennen. „Wir absolvieren hier seit Jahren unsere Ausbildung.“ Um 23 Uhr war klar, dass die Brandbekämpfer noch die ganze Nacht zu tun haben würden.

Wie Landbund-Geschäftsführer Marco Gottschalk angab, waren zwei bis drei Stunden vor der Alarmierung noch Mitarbeiter in der Halle. Zu diesem Zeitpunkt sei noch alles in Ordnung gewesen. Die nächsten Tage werden Brandermittler der Polizei nach der Ursache für das Feuer suchen. Diese war gestern Nacht noch völlig unklar.

Von Babette Jakobs

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