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Ist der Schulweg weiter sicher?

Grundschule Niedernwöhren Ist der Schulweg weiter sicher?

„Nehmen wir 16 000 Euro in die Hand oder nehmen wir in Kauf, dass die Schulkinder die 200 Meter bis zur nächsten Bushaltestelle laufen?“ Diese Frage hat sich der Schulausschuss der Samtgemeinde Niedernwöhren gestellt. Hintergrund: Der Landkreis hat beschlossen, nach den Ferien den Schulbusverkehr in den öffentlichen Linienverkehr zu überführen (wir berichteten). Damit entfällt die eigene Buslinie der Grundschule Niedernwöhren.

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Ist es den Grundschülern, die mit dem Bus zur Schule kommen, zumutbar, an der öffentlichen Bushaltestelle ein- und auszusteigen und die 200 Meter Fußweg bis zur Schule zu meistern? kil

Samtgemeinde Niedernwöhren. Der Bus hält künftig nicht mehr an der Schule. Stattdessen müssen die Kinder, die mit dem Bus aus Wiedensahl kommen, an der Haltestelle auf Höhe der Polizei ein- und aussteigen. Es sei denn, die Samtgemeinde investiert etwa 16 000 Euro, um den Schulhof so umzubauen, dass auch die großen Busse des künftigen Busunternehmens dort ein und ausfahren können. Damit diese nicht aufsetzen, müsste die Zufahrt abgeflacht und neu gepflastert werden, schilderte Samtgemeindebürgermeister Marc Busse. Dieses war bereits im Bauausschuss und bei einer Begehung mit Vertretern aus Landkreis und Busunternehmen erörtert worden.

Insgesamt lautete der Tenor im Ausschuss: Die Umstrukturierung sei zu spät an die Samtgemeinde herangetreten worden. Dennoch stellt sich die Frage: Sind die 16 000 Euro notwendig oder ist der Schulweg auch so sicher genug?

Ausschussmitglied Jürgen Weh (SPD) machte klar: „Ich möchte die 16 000 Euro ausgeben.“ Die Autos auf der Hauptstraße „pfeffern da unheimlich“. Darum sei es für die Kinder „nicht zumutbar“, dort ein- und auszusteigen.

Auch für Gerd Schliemann, beratendes Mitglied im Ausschuss, ist es fraglich, ob die Schüler die Straße sicher queren, wenn sie morgens mit dem Bus ankommen. „Ich bezweifle, dass die immer auf das grüne Licht an der Ampel warte“, meinte er.

Schulleiterin Jutta Roth sprach sich vehement für den Umbau des Schulhofes aus. Wie viele Kinder den Bus nutzen, wusste sie nicht genau, auf jeden Fall aber weniger als 50. Das Problem sei auch nicht mit Elternlotsen zu lösen, wie Ausschussvorsitzende Sabine Druschke (SPD) anregte. Schon in Meerbeck werde es immer schwieriger, Eltern zu finden. Und wenn die Wiedensahler dafür extra nach Niedernwöhren fahren müssten, könnten sie ihre Kinder auch gleich mit dem Auto abliefern. „Bei der Sicherheit dürfen wir nicht zögern“, lautete ihr Appell.

Skepsis äußerte Friedrich Möller (WGP). Wenn die Verkehrssicherheitsbehörde den Zustand als sicher einstufe, sehe er nicht ein, „blind“ und „überstürzt“ so eine Investition zutätigen. Er wolle sich diesem Zeitdruck nicht einfach beugen. Die ganze Argumentation des Landkreises sei ihm „überhaupt nicht schlüssig“. Wurde da denn gar nicht über die Sicherheit nachgedacht, fragte er. Karsten Speck (CDU) erwiderte: Da sei es wohl eher um die Kosten gegangen.

Die Beschlussempfehlung für den Samtgemeindeausschuss ergab schließlich drei Stimmen für den Umbau des Schulhofes (Speck, Dietmar Mensching ,SPD und Weh) bei zwei Enthaltungen (Möller und Druschke). kil

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