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Niedernöhren/Landkreis / „Weihnachten im Schuhkarton“ Kindern eine Freude machen

Bis Weihnachten ist zwar noch ein bisschen Zeit, die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ist aber bereits in vollem Gange. 999 Schaumburger haben sich vergangenes Jahr an der Geschenke-Aktion für benachteiligte Kinder beteiligt, auch für dieses Jahr hoffen die Beteiligten wieder auf eine rege Beteiligung.

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Corinna Brockhaus (links) setzt sich in Schaumburg für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ein. Unterstützt wird sie dabei von Geschäftsleuten wie Helga Schäfer vom Schuhhaus Schäfer in Pollhagen.

Quelle: kle

Von Kathrin Klette.

Niedernwöhren/Landkreis. Träger der europaweiten Aktion ist in Deutschland die christliche Organisation „Geschenke der Hoffnung“. Auch Schaumburg beteiligt sich seit Beginn daran, berichtet Corinna Brockhaus, Kinderdiakonin der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Bückeburg. Viele örtliche Händler, besonders Schuhhäuser, unterstützen die Aktion.

Das Prinzip ist ein ganz einfaches: Jeder kann mitmachen. Einfach nur eine bunte, kleine Mischung aus Geschenken in einen leeren Schuhkarton packen und diesen an einer der vielen Annahmestellen abgeben – bis einschließlich 15. November. Dazu ist noch eine Geldspende von sechs Euro erwünscht, die in die Weiterbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Öffentlichkeitsarbeit und natürlich die Transportkosten fließt, erklärt Brockhaus. Die Kartons gehen dann „in die Welt hinaus“ – im Falle von Deutschland häufig in osteuropäische Länder –, wo sie dann an arme und benachteiligte Familien übergeben werden.

„Man hört immer wieder den Kritikpunkt: Ein einzelnes Paket – was soll das bringen, wo die Leute zum Teil nicht mal fließend Wasser haben?“, berichtet Brockhaus. Der Knackpunkt bei den Geschenken sei nach ihrer Erfahrung jedoch ein ganz anderer: „Die Leute erfahren mit der Aktion eine Wertschätzung – und das ohne Vorbedingung.“ Für viele der Familien sei das eine ganz neue Erfahrung und oft der erste Schritt auf dem Weg, sich zu öffnen und Hilfe von anderen anzunehmen. „Auch die Eltern freuen sich total, wenn ihr Kind mal etwas bekommt.“

Übrigens: Nach Brockhaus’ Erfahrung gehen die wenigsten Päckchen an Jungen zwischen zehn und 14 Jahren. Wer also noch nicht weiß, an wen er spenden möchte, sollte diese Gruppe ruhig im Auge behalten.

Gut, zu wissen ...

Was gehört in den Karton? Eine Mischung aus Kleidung, Süßigkeiten, Spielzeug, Schulsachen, Hygieneartikeln wie Zahnbürsten sowie anderen Kleinigkeiten oder Accessoires. Unterschieden wird zwischen Jungen und Mädchen sowie zwischen den Altersklassen zwei bis vier Jahre, fünf bis neun Jahre und zehn bis 14 Jahre.

Was gehört nicht in den Karton? Zum Beispiel gebrauchte Gegenstände, Lebensmittel, die vor dem März des Folgejahres ablaufen, scharfe und gefährliche Gegenstände oder Kriegsspielzeug. Es gibt noch weitere Einschränkungen und Vorgaben, die unter anderem wegen der unterschiedlichen Zollbestimmungen in den einzelnen Empfängerländern entstehen.

Was gibt es sonst zu beachten? Die Kartons dürfen geschmückt und beklebt, aber nicht verschlossen werden. Wegen der Vorgaben und Zollbedingungen müssen die ehrenamtlichen Helfer die Inhalte der Kartons überprüfen und „verbotene“ Stücke aussortieren. Die einzelnen Geschenke sollen deshalb auch nicht extra verpackt werden.

Dinge wie Papier und Batterien sind für die Empfängerfamilien oft keine Selbstverständlichkeit. Wer Stifte verschenkt, sollte deshalb immer einen Block oder Hefte beilegen, bei Geräten wie Taschenlampen immer eine batterielose Variante aussuchen.

Annahmestellen in Schaumburg: Arnold KFZ-Werkstatt in Lauenau, Quick Schuh und Schlossapotheke in Bückeburg, Schuh-Peters in Rinteln, Schuhaus Schäfer in Pollhagen, Sporthaus Kreft in Stadthagen, Volksbank in Schaumburg in Helpsen, Wegener-Schuh GmbH in Buchholz
Weitere Infos rund um die Aktion und zur Frage: „Was gehört in den Karton?“ gibt es im Internet unter www.weihnachten-im-schuhkarton.org

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