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Niedernwöhren Motorradfahrer flüchtet vor der Polizei
Schaumburg Niedernwöhren Niedernwöhren Motorradfahrer flüchtet vor der Polizei
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17:30 07.01.2019
Symbolbild Quelle: dpa
Niedernwöhren

Nach einer nicht ungefährlichen Verfolgungsfahrt der Polizei, die einem Motorradfahrer auf den Fersen war, suchen die Beamten Verkehrsteilnehmer, die dem jungen Mann auf seiner Flucht ausweichen mussten. Der Vorfall trug sich am Samstag gegen 15.45 Uhr in Niedernwöhren und Mittelbrink zu.

Wie ein Sprecher mitteilt, hatte ein Einwohner die Polizei benachrichtigt, weil er zwei Motorradfahrer gesehen habe, die ohne Kennzeichen unterwegs seien. Eine Streifenwagenbesatzung konnte die beiden Biker auf der Straße Wiehagen antreffen. Sie konnten sich nach Polizeiangaben aber nicht ausweisen. Also riefen die Beamten einen zweiten Streifenwagen dazu. Mit diesem sollten die Adressen der 20 Jahre alten Männer aus der Samtgemeinde Niedernwöhren zwecks Personenüberprüfung angefahren werden. Als der zweite Wagen eintraf, sprang nach Behördenangaben der eine 20-Jährige auf sein Motorrad und flüchtete in Richtung Niedernwöhren.

Flucht durch den Gegenverkehr

Ein Streifenwagen nahm die Verfolgung auf, quer durch den Ort über die Wiedensahler Straße nach Mittelbrink. Dabei habe der Biker die Haltesignale ignoriert und sei mit sehr hoher Geschwindigkeit geflohen. Auf seiner Fahrt habe er mehrfach andere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Unter anderem sei er auf Höhe des Blitzers in den Gegenverkehr gefahren – möglicherweise, um die Radarkontrolle nicht auszulösen. Entgegenkommende Autofahrer haben auf den Grünstreifen ausweichen müssen. Auch habe der Motorradfahrer einige Fahrzeuge überholt.

In Mittelbrink, so teilt die Polizei mit, stürzte der 20-Jährige in einer Kurve, stieg aber sofort wieder auf sein Fahrzeug und setzte die Flucht fort. Schließlich sei er in einen Waldweg abgebogen, den der Polizeiwagen nicht befahren konnte.
Währenddessen lief die Überprüfung des anderen 20-Jährigen normal ab. Da dessen Motorrad kein Kennzeichen hat und aufgrund baulicher Veränderungen nicht für den Straßenverkehr zugelassen ist, erwarten ihn nun mehrere Verfahren, unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Sein geflüchteter Kumpel wurde von den Beamten später an seiner genannten Anschrift angetroffen. Er schweigt zu den Vorwürfen. Der 20-Jährige muss sich voraussichtlich wegen der gleichen Straftaten verantworten. Zusätzlich wird gegen ihn wegen Straßenverkehrsgefährdung ermittelt.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei alle Verkehrsteilnehmer, die von der Verfolgungsfahrt betroffen waren, sich auf der Dienststelle zu melden. Die Wache ist unter Telefon (0 57 21) 4 00 40 erreichbar.  vin