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Raiffeisen findet Zwischenlager

Nach Großbrand Raiffeisen findet Zwischenlager

 Nach dem Großbrand am Hafen Wiehagen hat der Raiffeisen Landbund umdisponieren müssen. Da das Strohlager am 14. Juli komplett dem Feuer zum Opfer gefallen ist, muss die Raiffeisengenossenschaft nun andere Orte für die Unterbringung nutzen. Eine neue Halle wird die Raiffeisen e.G. nach Angaben von Geschäftsführer Marco Gottschalk wohl erst zur Ernte 2017 fertigstellen können.

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Der Brand hat die Raiffeisenhalle in Wiehagen zerstört.

Quelle: pr

Niedernwöhren . „Wir haben versucht Hallenraum fremd zu bekommen“, sagt Gottschalk, „das ist uns auch gelungen.“ Um das Stroh der diesjährigen Ernte zu lagern, habe die Genossenschaft zuerst eigene Kapazitäten genutzt. „Wir haben 40 Standorte, an drei bis vier Orten konnten wir eigene Hallen umnutzen“, sagt Gottschalk.

 Glücklicherweise sei die Produktion von dem Brand nicht betroffen gewesen. „Die konnte die Feuerwehr ja retten“, sagt Gottschalk. So könne das anfallende Stroh nach wie vor zu Pellets verarbeitet werden. Logistisch bedeute es zwar einigen Aufwand, für die Zwischenlagerung Alternativen zu finden, „aber wir kriegen das hin“.

 Der wirtschaftliche Schaden halte sich in Grenzen. „Strohverarbeitung ist ja nur ein kleiner Teil unseres Betriebes“, begründet der Geschäftsführer. „Das Allerwichtigste“ sei, dass niemand verletzt wurde. „Auch bei dem Einsatz“, betont Gottschalk. „Es waren ja über 300 Leute auf dem Gelände.“ Der Geschäftsführer lobt die Arbeit der Feuerwehren und sonstiger Einsatzkräfte: „Es hat alles sehr gut geklappt, da war ich selber erstaunt.“

 Die Genossenschaft plant, eine neue Halle am Standort Niedernwöhren aufzubauen. Welche zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen der Raiffeisen Landbund nach dem großen Feuer ergreift, soll der Planungsprozess zeigen. „Wenn neu gebaut wird, guckt man immer: Gibt es Verbesserungsbedarf?“, sagt Gottschalk. „Wir sind mit den Behörden darüber im Gespräch.“ Der Geschäftsführer geht davon aus, dass die neue Halle bis zur Ernte im kommenden Jahr festiggestellt wird.

 Bei den Brandermittlern hat sich die These erhärtet, dass es beim Pressen der Ballen zum Einschluss eines Glutnestes gekommen sein muss, was später zu dem Feuer geführt hat. Wie der Sprecher des Kommissariates Stadthagen, Axel Bergmann, erklärt, sei dies mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“, die Ursache.

 Zum Zeitpunkt des Feuers waren rund 1000 Tonnen Stroh in der Halle gelagert gewesen. Der Brand hatte die Feuerwehrkräfte rund 74 Stunden in Atem gehalten, bis er endgültig gelöscht war. In Spitzenzeiten waren nach Auskunft der Freiwilligen Feuerwehr etwa 250 Feuerwehrkräfte und 66 Einsatzfahrzeuge vor Ort.

bab

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