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Rechtzeitig Bauland organisieren

Diskussion im Ausschuss Rechtzeitig Bauland organisieren

Braucht die Gemeinde Niedernwöhren weitere Baugebiete? Oder reicht es zunächst, die vorhandenen Baulücken im Dorfinneren zu schließen? Diese Diskussion hat der Ausschuss für Ortsentwicklung erneut angestoßen. Schon 2014 hatten sich die damaligen Gremien der Gemeinde mit dem Thema Bauleitplanung befasst.

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Für diese Lücke an der Klosterstraße gibt es einen Interessenten, aber noch keinen Bebauungsplan.

Quelle: kil

NIEDERNWÖHREN. Damals ließen die Gremien ein Baulückenkataster für Niedernwöhren erstellen, um potenzielle Bauflächen zu ermitteln. Gut 50 freie Grundstücke innerhalb der Siedlungen wurden dabei ermittelt (siehe Kasten) – zunächst unabhängig davon, ob die Besitzer verkaufen wollen oder nicht, erklärte Bürgermeister und Ausschussvorsitzender Thomas Bachmann (SPD). Darum hat der Ausschuss jetzt der Verwaltung den Auftrag erteilt, zu prüfen, welche Baulücken tatsächlich zum Verkauf stehen. Jan Heinemann (SPD): „Es wäre doch spannend zu wissen, wer überhaupt verkaufen möchte.“

Gemeinde muss Statement abgeben

Bei den damaligen Diskussionen hatten sich zudem die Bereiche südlich der Beckstraße und der Bereich Triangel zwischen Klosterstraße, Vor der Reihe und Hauptstraße als mögliche neue Baugebiete herauskristallisiert. Die Gemeinde hatte sogar die Grundstückseigentümer an der Beckstraße eingeladen, um grundsätzliches Verkaufsinteresse abzufragen. „Ein großer Anteil davon war durchaus zu Verhandlungen bereit“, meint Bachmann. Ein Jahr sei seitdem vergangen ohne irgendeinen Fortschritt. Darum fordert Bachmann: Die Gemeinde muss jetzt ein Statement abgeben, ob und wie die Planungen dort weitergehen.

„Wir haben eine sehr gute Infrastruktur“

Insgesamt sieht das Baugesetzbuch vor, dass zunächst Baulücken im Inneren geschlossen werden, bevor neue Außenbereiche als Bauland ausgewiesen werden. Auch wenn in der Gemeinde derzeit noch Bauplätze vorhanden sind, will Bachman für die Zukunft gerüstet sein. „Es wäre fatal, wenn wir das versäumen.“ Wenn Anfragen kommen, müsse die Gemeinde immer in der Lage sein, Bauflächen anzubieten. Die Voraussetzungen, Neubürger anzulocken, seien jedenfalls gegeben, meint der Ausschussvorsitzende. „Wir haben eine sehr gute Infrastruktur“ – Schule, Kitas, Friseur, Arzt, Zahnarzt, Apotheke, Bäcker und mehr. Kai-Uwe Völkening (CDU) erinnerte mit Blick auf eine langfristige Bauleitplanung an das geplante Leerstandskataster. „Das müsste dann auch berücksichtigt werden“, sagte er. Wie Bachmann auf Nachfrage mitteilt, habe die Gemeinde ein solches Kataster zwar mal geplant, zur Umsetzung sei es bislang aber nicht gekommen. Das müsse nun nachgeholt werden.

Konkret hat der Ausschuss jetzt über einen Fall an der Klosterstraße gesprochen. Dort möchte ein Bürger auf der Freifläche westlich der Klosterstraße bauen. Platz ist dort für rund vier Grundstücke. Das Problem: Es gibt keinen Bebauungsplan. Zugute kommt dem Bauwilligen, der dort neben seinem Elternhaus bauen möchte, eine aktuelle Änderung im Baugesetzbuch. Diese ermöglicht ein beschleunigtes Verfahren für Wohnbauflächen im direkten Siedlungszusammenhang mit einer Fläche bis zu 10000 Quadratmetern.

Der Ausschuss sprach sich für die Bebauung an dieser Stelle aus. „So ein Lückenschluss ist gut, das Dorf ist ohnehin so lang gezogen“, sagte Heinemann, während Völkening durchaus auch Vorteile in solchen Lücken sieht – zum Beispiel den Ausblick. Dennoch räumte er ein: „Wir sollten Einheimischen die Möglichkeit geben, sich bei uns zu entfalten.“ kil

52 freie Bauplätze

-> Baugebiet Hinter der Grundschule: 18 freie Plätze
-> Mittelbrink: sechs Plätze
-> Dorfstraße: acht Plätze
-> Finelken: fünf Plätze
-> Brunnenstraße: vier Plätze
-> Klosterstraße/Vor der Reihe: sieben Plätze
-> Flakenholz: drei Plätze
-> Hauptstraße: ein Platz

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