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Niedernwöhren Seemannsverein: Keine Bewerber für Vorstandsämter
Schaumburg Niedernwöhren Niedernwöhren Seemannsverein: Keine Bewerber für Vorstandsämter
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00:16 23.01.2016
Immer hilfsbereit: Wilfried Block (rechts) bedankt sich bei Hartmut Erben für sein Engagement. Quelle: kil
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Niedernwöhren (kil)

Nach acht Jahren wollte Block eigentlich in die zweite Reihe rücken. Er habe mit jedem potenziellen Nachfolger gesprochen – ohne Erfolg. „Das war eine sehr zähflüssige Angelegenheit“, sagte er und betonte: „Irgendwann muss sich der Verein erneuern.“ Bei der stabilen Finanzlage und einem guten Mitgliederstand von 119 „wäre jetzt eigentlich der ideale Zeitpunkt“, findet Block. Zusammen mit Erben habe er allerdings zwei Mitglieder gefunden, die immerhin zugesagt hätten, sie nächstes beziehungsweise übernächstes Jahr im Vorstand abzulösen. Darauf verlässt sich das Duo nun.
Erben könne gar nicht verstehen, warum niemand eine Aufgabe im Vorstand „eines so tollen Vereins“ übernehmen wollte. Für ihn sei dieser Posten eine Ehre und seit vier Jahren mit viel Spaß verbunden. Ein neuer Kassenwart jedenfalls fand sich schnell. Karl Zelle übernimmt diese Aufgabe, Schriftführerin bleibt Annegret Lahmann.
Viel Lob regnete es von allen Seiten für die neuen Vereins- und Ausstellungsräume in der Alten Schule, die der Verein in rund 700 Stunden Eigenleistung selbst hergerichtet hatte. „Das ist eines der herausragendsten Ereignisse seit meiner Vereinszugehörigkeit gewesen“, sagte Block. Zehn Jahre habe er dafür geworben, sodass ihn das Ergebnis nun „mit Stolz und Zufriedenheit“ erfülle.
Einen besonderen Dank sprach Erben für Karin Block aus, die den Verein bei jeder Veranstaltung mit viel Elan unterstützen würde.
Auch 2016 stehen wieder zahlreiche Termine bei den Seemännern an – vom Seemannstreffen in Rosenhagen über das Matjesessen in Niedernwöhren bis zum Tag der Heringsfänger in Heimsen. Block wünscht sich, dass sich auch die jüngeren Mitglieder stärker an den Ausflügen beteiligen. Über die Resonanz der Jahresversammlung konnte sich hingegen keiner beklagen. Bürgermeister Thomas Bachmann sagte, die meisten Vereine seien schon froh, wenn zehn Prozent der Mitglieder zur Jahresversammlung kämen. Das toppe der Seemannsverein mit etwa 60 Prozent locker, stellte er mit Blick auf den vollen Saal fest.

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