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Niedernwöhren Vorfahren ehren und gutes Werk tun
Schaumburg Niedernwöhren Niedernwöhren Vorfahren ehren und gutes Werk tun
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18:48 30.08.2011
Die Ahnefelds mit den Festvorbereitungs-Helfern. Quelle: hga
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Niedernwöhren (gus). Der Adlige hat sein Kommen in Aussicht gestellt, allerdings noch nicht fest zugesagt. Doch dass Alexander zu Schaumburg-Lippe Interesse an der Veranstaltung hat, liegt nicht nur nahe, weil dort die Benefiz-Aktion unterstützt wird, und sein Kommen die Gästezahl in die Höhe treiben dürfte. Es gibt auch eine direkte Verbindung nach Bückeburg: Ein Vorfahr Alexanders hat die Gründungsurkunde des Hofs der Ahnefelds im Jahr 1811 unterzeichnet.

Wilfried Ahnefeld, der den Hof in siebter Generation leitet, hat dem Bückeburger Schlossherr die Urkunde, die noch im Original vorliegt, auch bereits einmal gezeigt. Seinerzeit sei Alexander zu Schaumburg-Lippe äußerst beeindruckt gewesen, dass ein solches Dokument noch existiert. Bei Familie Ahnefeld wurde es zuletzt im Bilderrahmen hinter einer Glasscheibe aufbewahrt.

Die Geschichte des Landwirtschaftsbetriebs hat Wilfried Ahnefeld auf sieben Seiten dokumentiert. Einige Fakten: 1811 wurden Bäume gefällt, um das Bauernhaus bauen zu können. 1876 wurde ein neues Haus errichtet, bereits 20 Jahre später kam ein zusätzliches Gebäude hinzu, woraufhin das 1811 gebaute Haus abgerissen wurde.

Am 19. November soll es aber nicht nur um die Geschichte des Ahnefeld’schen Hofs gehen. Ein großes Festprogramm ist geplant. Der Shanty-Chor Rehburg-Loccum, der Liederkranz Enzen-Hobbensen und die Schaumburger Jagdhornbläser sollen die Musik machen. Jazzdancer des TuS Niedernwöhren und Trachtentänzer treten außerdem auf. Einen Getränkewagen schickt die Schaumburger Privat-Brauerei, an dessen Zapfhähnen haben der frühere Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier und der aktuelle Samtgemeindebürgermeister Niedernwöhrens, Fritz Anke, ihren Einsatz zugesagt.

Alle Getränke sollen zum Einheitspreis von 1,50 Euro abgegeben werden. Der Erlös geht an die „Kinder in Not“. Außerdem werden weitere Spendenboxen aufgestellt, in die die Besucher nach eigenem Ermessen zusätzliches Geld stecken können. Für die Festorganisation haben die Ahnefelds jede Menge Hilfe aus dem Ort und seinem Vereinsleben bekommen.

„Wir wollen unsere Vorfahren ehren und ein gutes Werk tun“, erklärt Wilfried Ahnefeld seine Beweggründe für die Feier, der er bereits beim Niedernwöhrener Erntefest am 10. und 11. September ausgiebig bewerben will. Denn er ist in diesem Jahr Erntebauer.

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