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Niedernwöhren Zu laut

Die Gemeinde Niedernwöhren wird doch keinen Fest- und Grillplatzplatz an der „Alten Schule“ bekommen.

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Niedernwöhren. Aus dem Vorhaben, das eigentlich noch im Herbst dieses Jahres realisiert werden sollte, wird nichts mehr. Der Grund: Die Lärmbelastung bei öffentlichen Festen wäre in den Abend- und Nachtstunden zu hoch.

 Das hat jetzt ein Lärmschutzgutachten ergeben, mit dessen Ergebnis Politik und Verwaltung nach eigenen Angaben nicht gerechnet hatten, erklärt Bürgermeister Thomas Bachmann auf Anfrage. Auch Gemeindedirektor Walter Hartmann sei vom Ausgang des Gutachtens überrascht gewesen.

 Bei einer schon Monate zurück liegenden Informationsveranstaltung mit den betroffenen Anliegern des Areals hatte es hingegen keine Einwände von den Bürgern gegeben, erinnert sich Bachmann. Doch was zählt, sind letztlich die Fakten – in diesem Fall die gesetzlichen Lärmschutz-Vorgaben.

 Hartmann findet das „kurios“. Schließlich sei derselbe Lärmpegel ja auch an der Grundschule zugelassen, wo bislang – und nun wohl auch in den kommenden Jahren – das Erntefest gefeiert wird. Aber für neue Baumaßnahmen gelten eben neue Gesetze, müssen die Niedernwöhrener einsehen.

 Ursprünglich sollte der Festplatz die Bestrebungen, an und um die „Alte Schule“ einen Dorfmittelpunkt zu errichten, abrunden (wir berichteten). Nachdem der Plan geplatzt ist, hat die Gemeinde jetzt eine Alternative ins Auge gefasst: einen Parkplatz. Schließlich ist das Grundstück bereits gekauft und die Vorbereitungen schon längst getroffen – die Tannen wurden gefällt, der Tümpel auf der Wiese zugeschüttet.

 Der Bedarf an Parkplätzen ist Hartmann zufolge auf jeden Fall vorhanden. Denn seit der Sanierung der „Alten Schule“ finden dort viel häufiger auch größere Veranstaltungen statt. Beim Oktoberfest des Sozialverbandes zum Beispiel zählte man mehr als 100 Gäste. Zwar könnte der Platz künftig nicht, wie geplant, für das Erntefest genutzt werden, kleinere Veranstaltungen, die nur tagsüber für Trubel sorgen, und vielleicht sogar der Weihnachtsmarkt wären aber weiterhin möglich.

 Auf die Zuschüsse von 50 Prozent, die im Zuge der Dorferneuerung erteilt wurden, muss die Gemeinde trotzdem nicht verzichten. Eigentlich wären diese im Herbst dieses Jahres ausgelaufen. Die Gemeinde hat jedoch eine Verlängerung bis Juni 2015 erhalten. Bis dahin soll der neue Parkplatz gepflastert werden – vorausgesetzt, das neue Schallschutzgutachten sorgt nicht erneut für böse Überraschungen. kil

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