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165 Mitglieder sagen Ja

Badewonne Nordsehl 165 Mitglieder sagen Ja

Damit der Badewonnen-Verein endgültig Betreiber und Eigentümer des Nordsehler Hallenbades wird und den Zuschuss sowie den Kredit von der Samtgemeinde bekommt, müssen nur noch die Verträge unterzeichnet werden. Diese liegen bereits seit Längerem beim Notar, wie Samtgemeinde-Chef Marc Busse berichtet.

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Quelle: Heinrich Schwarze-Blanke

NORDSEHL. Bereit für die Unterschriften von Badewonnen-Verein und Samtgemeinde. Wo hakt es? Der Förderverein kann die Verträge erst unterzeichnen, wenn er die Gemeinnützigkeit hat. Und dieser Prozess zog sich etwas hin. Wie berichtet, hatte die dafür nötige Satzungsänderung im ersten Anlauf nicht funktioniert. Folglich wurden die Mitglieder des Noch-Fördervereins aufgefordert, ihre schriftliche Zustimmung zur Satzungsänderung zu geben. Bedingt durch Krankheit, Urlaub und Wohnortwechsel habe sich dieser Vorgang etwas verzögert, erklärt Rolf Wöbbeking vom Vorstand. Aber jetzt sei es geschafft: „Alle 165 Mitglieder haben zugestimmt.“ Damit ist ein wichtiger Schritt getan.

Wie geht es weiter? Die Mitgliederbriefe muss der Verein an das Amtsgericht für die Eintragung ins Vereinsregister und parallel an das Finanzamt zur abschließenden Prüfung der Gemeinnützigkeit geben. Dann können die Verträge abgeschlossen werden.

„Das werden wir überleben“

Und bis dahin? Seit Februar gibt es Busse zufolge eine interne Vereinbarung zwischen Samtgemeinde und Verein, dass dieser die Betriebskosten selbst übernimmt. Diese beliefen sich auf rund 50.000 Euro. Kann das der Förderverein stemmen? „Das werden wir überleben“, heißt es dazu von Wöbbeking. Er betont, dass das Gelingen des Projektes Badewonne im „gemeinsamen Interesse“ von Politik, Verwaltung und Verein liege. „Das entspreche der partnerschaftlichen Verantwortung für das Gelingen des Projektes.“ So wie es jetzt laufe, sei es schließlich politisch gewollt.

Wie weit ist das Baugenehmigungsverfahren? „Die Bauvoranfrage läuft“, berichtet Wöbbeking, der mit einem Bescheid im Juli/August rechnet. Dabei gehe es um Basisfragen wie der Grenzbebauung und des Brandschutzes sowie um die Optimierung der Gestaltung der Umkleiden und Duschen. Wöbbeking: „Wir hoffen auf positive Stellungnahme ohne verteuernde oder sonstige Korrekturen.“ Ist die Voranfrage durch, könne die endgültige Baugenehmigung beantragt werden, das könne nochmals zwei bis vier Monate dauern. Bei allem gilt weiterhin: „Maximale Sorgfalt, um Risiken zu minimieren.“ Eine Alternative zum Umbau gebe es ohnehin nicht. Würde das Bad so bleiben, wie es ist, würde das über kurz oder lang die Schließung bedeuten.

Möglichst geringe Schließungszeit

Wann könnte der Umbau beginnen? „Es lässt sich nicht seriös sagen, wann die Bagger anrücken.“ Aber darauf kommt es Wöbbeking zufolge auch gar nicht an. Ob im Februar, im März oder noch im Dezember – wichtig sei, die Schließungszeit so gering wie möglich zu halten (zwei bis drei Monate). „Sonst gehen die Leute fremd“ und es sei schwierig, die Badegäste zurückzugewinnen. Dass der Umbau kommt, stellt Wöbbeking nicht mehr infrage. „Der Umbau kommt.“

Was sagt das Gesundheitsamt? Dem reiche die Aussicht, dass der Umbau definitiv ansteht, meint Wöbbeking. Zudem würde die Wasserqualität regelmäßig geprüft werden, und es sei alles in Ordnung.

Wie sicher ist die Finanzierung? „Die Fördermittel wurden im Februar beantragt.“ Diese seien unbedingt notwendig, um versteckte Risiken auffangen zu können, die während der Bauphase auftauchen könnten. Eine Entscheidung erwartet der Verein für August. Die Chancen schätzt Wöbbeking gut ein. Was wäre, wenn es nicht klappt? Dann werde es noch einmal ernst, antwortet der Vorsitzende. Sobald der Verein gemeinnützig ist, könne er noch weitere Fördermittel beantragen.

Wie läuft der Betrieb aktuell? „Wir haben wieder Zulauf“, freut sich Wöbbeking. Auch die Grundschulen, die vorübergehend ins Tropicana ausgewichen waren, kommen wieder zurück. Zielgruppe sei und bleiben Senioren und Kinder. „Wir sind ein Nischenbad und das soll auch nach dem Umbau so bleiben.“ kil

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