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Badewonne: Die Mitglieder sind gefragt

Nordsehl Badewonne: Die Mitglieder sind gefragt

Wenn alle mitmachen, „dann können wir schon zum 1. Januar sagen: Das ist unser Bad“. Mitglied Hans Herbst hat bei der Versammlung des Fördervereins Badewonne wiederholt betont, dass der Plan, das Nordsehler Hallenbad zu übernehmen, mit dem Engagement der Mitglieder steht und fällt.

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Quelle: Archivfoto

Nordsehl. Wie berichtet, besteht die Idee, die Badewonne samt Grundstück und Turnhalle von der Samtgemeinde zu kaufen - für einen symbolischen Euro. Herbst stellte den Mitgliedern den Kaufvertrag vor, den der Verein zusammen mit der Samtgemeindeverwaltung ausgearbeitet hatte und der bereits in den Fraktionen vorgestellt worden ist. Anregungen der Politiker habe man größtenteils aufgenommen.

Damit wäre das Bad „unsere Firma“ stellte Herbst die Trag-weite dieser Entscheidung heraus. Zugleich betonte er: „Wir sind ein risikofröhlicher Verein.“ Damit das Bad langfristig wirtschaftlich geführt werden könne, seien Veränderungen unabdingbar. „Wir alle haben in einer Oase gebadet“ – künftig müssten zum Beispiel die bislang niedrigen Eintrittspreise angehoben werden.

Wie will der Verein das alles finanzieren? Für den laufenden Betrieb und die Kreditrückzahlung soll die Samtgemeinde wie gehabt einen Zuschuss von 70.000 Euro zahlen. Die dringend nötige Sanierung würde mit Eigenkapital und einem Kredit gestemmt werden. Das Limit der verfügbaren Mittel liege bei rund 650.000 Euro.

Reicht das? Diese Frage bewegte einige Mitglieder, da aktuell noch keine konkrete Kostenplanung vorliegt. Absolut verlässlich lasse sich das nie sagen, sagte Fördervereinsvorsitzender Rolf Wöbbeking. Aber bevor der Verein mit dem Bau beginnen würde, gäbe es ohnehin noch einmal eine Abstimmung. Das heißt: Wenn die Politiker dem Kauf zustimmen, werde der Verein einen detaillierten Kostenplan erstellen. Erst dann würden die Mitglieder darüber abstimmen, ob und was gebaut werden soll.

Dabei sollten zunächst die wirklich notwendigen Stellen berücksichtigt werden: Die Sanierung des Beckens und der technischen Anlage zum Beispiel. Sollten die Planungen vorab doch Finanzierungslücken aufweisen, die einen Bau verhindern, dann würden Haus und Grund einfach wieder in den Besitz der Samtgemeinde übergehen.

Der Vorsitzende sprach auch die Bedenken einiger Politiker an, ob der Verein auch nach Wöbbeking noch genügend Nachwuchs bereit halte. „Ja“, ist er sich sicher. In der kommenden Versammlung soll auch ein erweiterter Vorstand gewählt werden. Die Kandidaten stehen schon bereit.

Mehr Sorgen bereiten Wöbbeking langfristig die finanziellen Ressourcen. Denn die kleine Badewonne müsse im Wettbewerb mit anderen Bädern bestehen. In diesem Zusammenhang sprachen Herbst und Wöbbeking auch das Stadthäger Tropicana an, das ein neues Bewegungsbecken plant. Wöbbeking: Die Badewonne müsse sich durch andere Angebote wie den Klönschnack unterscheiden. Zudem solle das Kursgeschäft ausgebaut werden. „Wir können das schaffen“, motivierte er die Mitglieder, die sich bei einer Probeabstimmung fast durchweg für den Kauf aussprachen.

Samtgemeindechef und Fördervereinsmitglied Marc Busse: Eine mehrheitliche Einigung der Politiker sei noch nie so greifbar gewesen wie jetzt. Während die jüngste Versammlung zur Information diente, wird am 30. Oktober über das Vorhaben abge-stimmt. Dann wird auch der erweiterte Vorstand gewählt. kil

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