Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Badewonne gerettet

Förderverein erhält Zuschlag Badewonne gerettet

Die Badewonne in Nordsehl wird an den Förderverein „Hallenbad Nordsehl“ übergeben. Bei einer extra einberufenen Ratssitzung fiel am Dienstagabend das Urteil denkbar knapp aus – in geheimer Abstimmung. SPD-Ratsherr Jürgen Weh hatte dieses Prozedere beantragt.

Voriger Artikel
Fahranfänger verursacht Unfall
Nächster Artikel
ASC: Fusion mit Fortuna verschiebt sich

Samtgemeinde Niedernwöhren. Jubel im Sitzungssaal des Rathauses in Niedernwöhren: Soeben ist beschlossen worden, dass die Samtgemeinde die Badewonne an den Förderverein übergibt. Allerdings konnten bei Weitem nicht alle Ratsherren die Freude teilen, zu groß waren bei einigen Politikern die Bedenken hinsichtlich der Finanzierung des Vorhabens.

Das Vertragswerk zwischen Samtgemeinde und Förderverein sieht vor, dass die Gemeinde den neuen Betreibern der Badewonne einen Kredit in Höhe von 500  000 Euro gewährt. Das Geld soll zusätzlich zu den etwa 150 000 Euro, die der Förderverein bereits angespart hat, für Sanierungsarbeiten eingesetzt werden. Außerdem soll die jährliche Bezuschussung durch die Samtgemeinde von 70 000 Euro erhalten bleiben.
„Das können wir uns einfach nicht leisten“, befand Thomas Bachmann (SPD) bei der extra einberufenen Ratssitzung. Der Politiker stellte den Antrag, die Badewonne zu schließen, was mit Pfiffen aus dem Publikum quittiert wurde.
Ernst Führing konnte sich der Unterstützung der zahlreichen Zuhörer dagegen sicher sein. „Der Zuschuss ist tragbar“, war sich der CDU-Ratsherr sicher. Die Sorge, dass der Landkreis den Haushalt 2016 nicht genehmigen könnte, teile er nicht. Schließlich habe der Kreis selbst ein Problem mit dem Haushalt. „Wenn dieser also nicht vom Grundsatz der Gleichberechtigung abweichen will, wird unser Haushalt genehmigt werden.“ Außerdem sprach er sich gegen einen früheren Vorschlag aus, den Bürgern der Samtgemeinde den Eintritt ins Tropicana zu bezahlen, da das wesentlich teurer wäre als der jährliche Zuschuss von 70 000 Euro. 

Jürgen Weh (SPD) wollte sich der Euphorie nicht anschließen. „Ich hätte mir konkrete Vorstellungen gewünscht, wie die Sanierung aussehen soll. Da gibt es zu viele ,Wenns‘ im Vertrag“, so der SPD-Politiker. Auch Sabine Druschke (SPD) mahnte an, dass vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage bereits im Februar über eine Erhöhung der Samtgemeindeumlage diskutiert werde. „Wenn dann eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer nötig wird, fällt das auf den Bürger zurück.“ Die geteilten Meinungen wurden auch bei der geheimen Abstimmung deutlich. Bei zwei Enthaltungen und neun Nein-Stimmen sprachen sich elf Politiker für die Übergabe der Badewonne aus.  js

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg