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Nordsehl Begehren am Beckenrand
Schaumburg Niedernwöhren Nordsehl Begehren am Beckenrand
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00:25 15.01.2015
Mittendrin: Carla Eickmann stellt bei einer Pressekonferenz in der Badewonne den Entwurf für das Bürgerbegehren vor. Quelle: kil
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Nordsehl/Niedernwöhren. Um das Bürgerbegehren auf formale Richtigkeit prüfen zu lassen, haben die Initiatoren die Vorlage gestern an Samtgemeindebürgermeister Marc Busse überreicht. Dieser gibt den Entwurf nun zur Prüfung an den Landkreis.

Für die Übergabe hatten sich die Initiatoren Carla Eickmann, Dagmar Kretschmer und Hans Herbst den Ort ausgesucht, um den es schließlich geht: Die Badewonne. Vor den Augen von rund 40 Schwimmern, die sich aufmerksam im Wasser tummelten, stellten sie den Inhalt der Abstimmung vor. Eickmann erklärte: „Eigentlich hatten wir gedacht, dass wir da weitermachen, wo die Politiker im Oktober aufgehört haben“ – nämlich bei der Zwei-Becken-Lösung.

Im Austausch mit Bürgern und Beratern sei man aber zu dem Schluss gekommen: „Es gibt viele Argumente für ein zweites Becken, aber das wird zu kompliziert.“ Gegenstand des Entscheids ist daher die „zeitgemäße Sanierung“ für maximal 1,2 Millionen Euro – finanziert über Kredite. Einsparungen durch Fördermittel, Energiekosten und Co. hat das Team bei der Ausarbeitung des Begehrens gleich mit berücksichtigt.

1) Die Samtgemeinde würde sich auf kurz oder lang sowieso „bis zur Kante verschulden“, meinte Eickmann. Da könne man das Geld jetzt lieber in die Badewonne stecken. Konkret geht es im Begehren um drei Aspekte:

2) Das vorhandene Becken soll nach heutigen Standards saniert und eine mögliche Erweiterung auf zwei Becken technisch verankert werden. Die Voraussetzungen für das Vorhaben sollen möglichst noch 2015 geschaffen werden.

3) Der Eingangsbereich, Umkleideräume und sanitäre Anlagen werden modernisiert und so ergänzt, dass sie auch für die Turnhalle und bei einer optionalen Vergrößerung nutzbar wären. Der Durchgang zur Schwimmhalle und der zu den Duschen soll getrennt werden.

Mit der Abstimmung „möchten die Bürger den Politikern unter die Arme greifen“, meint Kretschmer mit Blick auf die „konfuse“ Situation im Rat. Dabei brauchten die Politiker „keine Angst vor den Bürgern haben“. Denn: „Demokratie ist gar nicht schädlich und tut auch nicht weh“ – diese Botschaft soll Busse an die Fraktionsvorsitzenden weiterleiten. Und, ergänzt Kretschmer, wenn die Politiker dem Entscheid doch noch mit einer Lösung zuvorkommen sollten, „ist uns das nur recht“.

Tatsächlich ist für morgen noch eine interfraktionelle Sitzung der Politiker angesetzt. Busse hofft, dass der Druck der Bürger vielleicht einen zusätzlichen Anstoß geben könnte, dass sich die Politiker doch noch einig werden, bevor es überhaupt zu einem Entscheid kommt. Dass die Bürger diesen letzten Schritt überhaupt gehen, hält der Samtgemeindechef „nur für die logische Konsequenz“.

Die vielen guten Ideen, die die Verwaltung ausgearbeitet habe, hätten bislang schließlich nie eine Mehrheit in der Politik gefunden.

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