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Das wird die neue Badewonne

Badebetrieb nur für rund zehn Wochen eingestellt Das wird die neue Badewonne

Die Pläne für die Sanierung und Erweiterung der Nordsehler Badewonne stehen. Möglicherweise sollen die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen.

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Grundriss: So soll die neue Badewonne nach den Plänen des Fördervereins aussehen. Die grüne Fläche markiert die neuen Gebäudeteile. 

Quelle: pr

NORDSEHL. Besonders erleichtert sind die Betreiber, dass sich die Schließungszeit des Bades aller Voraussicht nach in Grenzen halten wird. Rolf Wöbbeking und Ute Held vom Vorstand des Fördervereins rechnen damit, den Betrieb für maximal zehn Wochen zu schließen. Die Gesamtbauzeit soll etwa fünf bis sechs Monate dauern. Das finanzielle Budget ist knapp und liegt bei rund 600000 Euro. 500000 Euro bekommt der Förderverein wie berichtet durch einen Kredit der Samtgemeinde. Den finanziellen Puffer beziffert Wöbbeking auf etwa fünf bis sechs Prozent.

Das komplette Bad wird barrierefrei

Möglich werde die kurze Schließungszeit dadurch, dass der Eingangsbereich mit den alten Duschen und Umkleiden nicht abgerissen werde, erklärt der Vorsitzende. Stattdessen soll es auf der anderen Seite – wo derzeit das Zelt steht – einen neuen Anbau geben. Während dieser gebaut wird, könne der Badebetrieb weiterlaufen. Lediglich für die neue Technik und Arbeiten am und um das Becken müsse das Bad gegen Ende der Bauphase zu machen.

Die neue Badewonne soll komplett barrierefrei werden. Badegäste können künftig durch ein Foyer im Neubau eintreten. Dort befinde sich das Kassenhäusschen des Bademeisters, der von dort zugleich ins Schwimmbad schauen kann. „Das ist ein große Bereicherung“, sagt Wöbbeking. Denn bislang mussten die Badegäste erst durch Umkleiden und Duschen gehen, um ihren Eintritt zu bezahlen.

Im Flachdach-Neubau sollen auch neue Umkleiden und Duschen sowie einige Technik-Räume Platz finden. Ebenfalls erhalten bleibe die alte Ölheizungsanlage im vorderen Bereich. Bevor man neue Modelle wie Solarenergie oder ein Blockheizkraftwerk in Erwägung zieht, möchte der Förderverein zunächst die Energiebilanz der ersten ein, zwei Jahre abwarten.

Mehr Licht und Platz ums Becken

Eine der größten Investitionen mit 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten sei die neue Filteranlage, die im Neubau untergebracht werde. Während das Wasser bislang im Becken still gestanden habe und nur von der Bewegung der Badenden in Bewegung gehalten worden sei, soll es jetzt ein neues System geben. Durch 24 Düsen im Boden des Beckens werde das Wasser permanent durchgewirbelt. Außerdem soll der Grund um rund 25 Zentimeter erhöht werden, zugleich werde der Wasserspiegel angehoben, sodass sich ein fließender Übergang vom Boden des Hallenbades und der Wasseroberfläche bilde.

Die Fliesen im Becken sollen bleiben, aber durch eine besondere Folie überklebt werden. Der Fußboden um das Becken herum werde wiederum neu gefliest. Außerdem müsse die Wand zur Straßenseite herausgebrochen und versetzt werden, sodass sich rings um das Becken ein Aufenthaltsbereich von drei Metern ergibt. Die dunkle Betonwand muss weichen und soll durch eine hellere ersetzt werden. Durch Licht von oben soll es heller und freundlicher werden. „Licht- und Aufenthaltsqualität werden viel besser“, sagt Held.

Risiko für unerwartete Kosten minimieren

Durch eine angenehmere Atmosphäre hofft der Förderverein auch auf mehr öffentliche Besucher außerhalb des Kursgeschäftes, das wohl weiterhin mit dem Schulsport die Haupteinnahme bilden werde. Der Kaufvertrag mit der Samtgemeinde sei noch nicht unterzeichnet. Es müssten noch Kleinigkeiten geklärt werden. Schließlich gehe es dabei um eine Kreditlaufzeit von 30 Jahren, da müsse mit großer Sorgfalt gearbeitet werden. Sorgfalt sei auch das „A und O“ bei der Bauplanung, um spätere Nachtragskosten und böse Überraschungen möglichst zu minimieren. Darum will sich der Förderverein auch parallel zum Antrag der Baugenehmigung mit Bau- und Gesundheitsamt über die nötigen Anforderungen verständigen. kil

factbox

Öffnungszeiten und Preise

An den aktuellen Öffnungszeiten wird es nach Angaben des Fördervereins keine gravierenden Veränderungen geben. Die Betreiber hoffen aber, dass durch die neue Gestaltung auch neue Badegäste gewonnen werden können, die unabhängig vom Kursgeschäft ins Wasser gehen. Der Vorsitzende Rolf Wöbbeking hofft, wieder eine Auslastung von 85 Prozent zu erreichen.
Eine „moderate Preisanhebung und ein intelligentes Preissytem“ soll es wie bereits angekündigt geben. Momentan zahlen Erwachsene 2,50 Euro für einen Besuch in der Badewonne.

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