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Hoffnungsschimmer für die Badewonne

Neuer Vorschlag im Gespräch Hoffnungsschimmer für die Badewonne

Vor allem die SPD hat bei der öffentlichen Diskussionsveranstaltung für eine Radiosendung des NDR „Der Streit um die Badewonne“ ihr Fett wegbekommen. Aus dem Publikum hagelte es stets Buh-Rufe und Kritik, wenn Gerd Wischhöfer, SPD-Fraktionssprecher im Samtgemeinderat, auf die Fragen von Moderator Hans-Jürgen Otte antwortete.

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Nicht nur die Politiker diskutieren, auch die Gäste kommen bei der Diskussion zur Badewonne zu Wort.

Quelle: kil

Nordsehl. Samtgemeindebürgermeister Marc Busse appellierte wiederholt an die Zuhörer, respektvoll zuzuhören. Schließlich sei es ohnehin nicht leicht für den Sozialdemokraten, auf dem Podium zu stehen – die SPD hat nämlich alle zur Abstimmung stehenden Modelle für den Erhalt des Bades im Großen und Ganzen abgelehnt.
Viel Neues kam im Bürgerhaus allerdings nicht auf den Tisch. Carla Eickmann vom Bürgerbegehren rückte vor allem die soziale Bedeutung des Bades in den Fokus, die Bürger bekannten ihre Liebe zum alten Hallenbad und Wischhöfer wies wie gehabt auf das finanzielle Risiko hin, dass die Badewonne langfristig für die bis dato sparsame Haushaltsführung der Samtgemeinde berge.

Nur Busse hatte noch eine kleine Überraschung parat. Um das finanzielle Risiko für die Samtgemeinde zu mildern, schlug er vor, die Betriebsführung und damit das wirtschaftliche Eigentum vollständig an den Förderverein abzugeben. Die Samtgemeinde wäre dann grundsätzlich nicht mehr belastet, würde aber einen jährlichen Zuschuss von weiterhin 70 000 Euro an den Verein zahlen. Dieser müsse damit dann den laufenden Betrieb sowie das Darlehen für die Sanierung zahlen. Wobei, erklärte Busse nach der Veranstaltung, es nicht ganz klar sei, ob der Verein oder die Samtgemeinde das Darlehen aufnehmen müsse. Busse liegen Berechnungen vor, nach denen er dieses Modell als realistisch einschätzt. Auch der Förderverein könne sich das grundsätzlich vorstellen. Der Vorteil: Die Samtgemeinde wäre nicht dem finanziellen Risiko der schwankenden Betriebskosten ausgesetzt, sagt Busse. Wobei auch klar ist: Wenn der Förderverein irgendwann pleite gehen würde, wäre letztlich doch wieder die Samtgemeinde in der Verantwortung. Auf Nachfrage sagte Wischhöfer dazu: „Darüber lässt sich sprechen.“

Generell kritisch äußerten sich Jürgen Weh und Sabine Druschke (beide SPD), Bürgermeisterin in Meerbeck. Beide wiesen auf die langfristige finanzielle Belastung und Unsicherheit hin, die Weh zufolge „nicht zu verantworten“ sei. Und Druschke betonte: Bis auf einige Mitgliedsgemeinden könnten die meisten ihren Haushalt schon jetzt nicht ausgleichen. Sollte die Samtgemeindeumlage weiter steigen, würde das die Gemeinden erheblich belasten. Eickmann betonte daraufhin: Für den Kostendeckungsvorschlag des Bürgerbegehrens habe man keine Erhöhung der Umlage im Sinn.

Otte erinnerte Busse noch daran, dass er die Samtgemeindebürgermeisterwahl mit der Zusage, das Bad erhalten zu wollen, gewonnen habe. Busse: „Ich hoffe, nicht nur damit.“  kil

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