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Mitglieder müssen zustimmen

Pläne für die Badewonne Mitglieder müssen zustimmen

Um die Badewonne ist es in den vergangenen Monaten ruhiger geworden. Das bedeutet aber keineswegs Stillstand. Im Hintergrund arbeitet der Vorstand des Vereins fieberhaft an den formalen Voraussetzungen für den Umbau und die Sanierung des Nordsehler Hallenbades.

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Der Vorstand des Badewonnen-Betreibervereins befasst sich derzeit mit der Bauvoranfrage für den Umbau und die Sanierung des in die Jahre gekommenen Hallenbades.

Quelle: kil

NORDSEHL. Im SN-Gespräch reden die Vorstandsmitglieder Rolf Wöbbeking und Ute Held über den aktuellen Planungsstand und Perspektiven für die neue Badewonne. 

Gemeinnützigkeit: Um den Umbau und den Betrieb des Hallenbades finanzieren zu können, muss der Förderverein in einen gemeinnützigen Betreiberverein umgewandelt werden. Damit ändert sich der Vereinszweck, der nun nicht mehr der bloße Erhalt des Bades ist, sondern die Förderung von Gesundheit und Sport der Gesellschaft zum Ziel hat. Dafür ist eine Satzungsänderung notwendig und das Finanzamt sowie das Amtsgericht müssen dem Antrag auf Gemeinnützigkeit zustimmen.

Dem Anspruch beider Instanzen gerecht zu werden, sei dem Verein im erstenAnlauf leider nicht gelungen, berichtet Ute Held. Aber es gibt noch eine andere Lösung. „Wir brauchen die 100-prozentige Zustimmung der Mitglieder.“ Das sind etwa 150 Personen und die werden nun alle angeschrieben und um ihre Stimme für die Satzungsänderung gebeten. Zudem ist in Kürze eine Versammlung geplant. Würde nur ein Mitglied dagegen stimmen, wäre das Vorhaben schon gescheitert. Stimmen alle zu, erlangt der Verein die angestrebte Gemeinnützigkeit.

Fördermittel: Die Gemeinnützigkeit ist die wichtigste Voraussetzung für die Bewilligung von Fördermitteln. Und zwar nicht nur für das aktuelle Bauvorhaben (Sanierung plus Anbau), sondern auch für künftige Investitionen, zum Beispiel im Bereich der energetischen Optimierung. Denn dafür, so Wöbbeking, sei im derzeitigen Budget – rund 600 000 Euro – nichts übrig.

Baugenehmigung: Der Vorstand arbeitet an der Bauvoranfrage. Dazu müssen grundsätzliche Fragen der Genehmigung geklärt werden. Zum Beispiel Abstandsfragen zu den Nachbargrundstücken (Kindergarten, Feuerwehr-Wiese und Straße) sowie Auflagen bezüglich Brandschutz und Zufahrt. Erst wenn diese Fragen geklärt seien, könne es in die Feinplanung gehen, erklärt Wöbbeking.

An der zehnwöchigen Schließungszeit während der rund sechs monatigen Bauphase hält der Verein fest. „Wir wollen die Schließungszeit möglichst kurz halten“, sagt Held. Möglich sei das, weil die meisten Bauarbeiten nicht direkt im Badebereich ablaufen. Der Verein möchte somit möglichst wenig Badegäste verlieren. Schließlich sei es schwierig genug gewesen, die Schwimmer bei all der Unsicherheit um die Zukunft der Badewonne wiederzugewinnen, so Wöbbeking. Wenn alles nach Plan läuft,könnten die Arbeiten noch dieses Jahr beginnen. Aber über aller Eile stehe weiterhin das Motto: „Sorgfalt statt Tempo“, betont Wöbbeking.

 Information: Der Verein möchte mit Politikern und Bürgern in einen Dialog treten. Zunächst sollen im Mai die Ratsherren eingeladen werden, um sich die Pläne der Badewonne anzuschauen. kil

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