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Nordsehl Synergien bei Sportstätten
Schaumburg Niedernwöhren Nordsehl Synergien bei Sportstätten
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00:23 10.03.2018
Der Nordsehler Bürgermeister erhofft sich von der Zusammenarbeit mit Lauenhagen und Pollhagen auch Synergieeffekte für den Unterhalt der örtlichen Sportstätten. Quelle: dpa
NORDSEHL

Da die neuen Hebesätze aber erst mit der Verabschiedung der Haushaltssatzung in Kraft treten, kommt die Gemeinde nun doch nicht darum, einen zweiten Steuerbescheid an die Bürger verschicken zu lassen. Die beschlossenen Steuern: Grundsteuer A und B sowie die Gewerbesteuer steigen von 310 auf 360 Prozent.

Als einziger Ratsherr stimmte Friedrich Eickmann (Grüne) gegen die Haushaltssatzung, da er noch immer nicht mit der Erhöhung der Steuern einverstanden ist. Er glaubt, dass der Haushalt auch so hätte ausgeglichen werden können. Wilhelm Eickenjäger (CDU) hielt dagegen: „Mit den alten Beträgen wären wir im Haushalt nicht klargekommen.“ Folglich habe sich die Kommune den durchschnittlichen Hebesätzen in Niedersachsen anpassen müssen.

Zusammen mit Lauenhagen und Pollhagen

Bei den Investitionen komme die Gemeinde gänzlich ohne Kredite aus, so Bürgermeister Adolf Deterding (CDU). Insgesamt investiert Nordsehl rund 55.000 Euro. 10.000 Euro sind für die Ausarbeitung des Antrages für die Aufnahme ins Dorfentwicklungsprogramm eingestellt. Deterding erhofft sich von der Kooperation mit Lauenhagen und Pollhagen eine Menge Synergieeffekte.

Unter anderem im Bereich Seniorengerechtes Wohnen, Kinderbetreuung und vor allem bei den Sportstätten. Die drei Vereine arbeiten auf sportlicher Ebene bereits zusammen, Deterding wünscht sich nun, dass diese Zusammenarbeit auch den Unterhalt der Sportstätten umfasst. Auch für den Dorfmittelpunkt rund um das Bürgerhaus hat Deterding schon einige Visionen.

Erweiterung des Schipperkamps

Für den Breitbandausbau sind erneut 20.000 Euro im Etat eingestellt. 10.000 Euro stehen bereit, falls die Gemeinde im Zuge der Erweiterung des Baugebietes Schipperkamp Süd eigene Flächen erwerben muss. Der Schützenverein bekommt in diesem Jahr einen Zuschuss von 2500 Euro, zweckgebunden für den Bau eines neuen Luftgewehrstandes.

Denn, so erklärte Deterding, die Genehmigung für den Kleinkaliberstand werde wohl zum Jahresende auslaufen und eine Sanierung wäre zu teuer. Darum wolle der Verein alternativ einen Stand für Luftdruckwaffen errichten. Ob dieser im bestehenden Gebäude oder als externer Container aufgebaut wird, sei noch offen.

Grüner ist empört

Weitere 3000 Euro bekommt die Volksfestgemeinschaft, die jedes Jahr das Erntefest organisiert. Weitere 6000 Euro zahlt die Kommune abschließend für den Ausbau des Gümmerskamps.

Als einziger Ratsherr stimmte auch hier Eickmann gegen den Haushalt, da er die Erweiterung des Baugebietes Schipperkamp ablehnt. Er findet es „empörend“, dass die Kommune Planungskosten leistet für ein Vorhaben, von dem später die Investoren profitieren. kil