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Windstille um den Windpark

Nordsehl/Niedernwöhren / Erneuerbare Energien Windstille um den Windpark

Zurzeit herrscht „Windstille“ in der Debatte um den geplanten Windpark in Nordsehl – wörtlich und im übertragenen Sinn. Ob es die Sommerpause ist, die endgültige Flaute oder die Ruhe vor dem Sturm – darüber können zumindest die betreffenden Gemeinden im Moment keine Aussage treffen.

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Genau wie die Windräder in der Gemeinde Meerbeck steht die Debatte um den geplanten Windpark in der Nachbargemeinde Nordsehl still. svb

Von Sven Buchenau

Nordsehl/Niedernwöhren. Derzeit ruhen die Gespräche von Gegnern und Befürwortern der Windenergieanlagen (WEA), von keiner Seite liegen schriftliche Anträge vor.
Was die Frage anbelangt, ob die geplanten Windräder gebaut werden oder nicht, ist die Gemeinde Niedernwöhren am weitesten fortgeschritten. Der Rat fasste bereits mit einer Zweidrittelmehrheit den Beschluss, nach Rücksprache mit der Gemeinde Nordsehl bei der Samtgemeinde Niedernwöhren einen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes für die Ausweisung einer Vorrangfläche für WEA in der Feldmark Nordsehl/Niedernwöhren zu stellen.

Der Grund für den Beschluss ist der kontrollierte Bau möglicher WEA, sodass die Gemeinde auch Einfluss auf die Bauplanung nehmen kann, erklärte Walter Hartmann, Gemeindedirektor der Gemeinde Niedernwöhren. Wenn der Flächennutzungsplan von der Samtgemeinde geändert werden sollte, wagt Hartmann einen fernen Blick in die Zukunft, stehe immer noch nicht fest, ob die Gemeinde anschließend einen konkreten Bebauungsplan erstellen müsse.
Nach Angaben des Gemeindedirektors sei ein solcher nicht nötig, weil bei einem Bauantrag des Betreibers sowieso alle Details inklusive der Höhe der Anlagen, Entfernungen zu Wohnsiedlungen und Emissionswerte genau geprüft würden. In Niedernwöhren hieße es derzeit lediglich Abwarten.

Die „Lambeeke Windpark Entwicklungs GbR“ habe als Betreiber bisher noch keinen Antrag für WEA an die Gemeinde Nordsehl gestellt, sagte Bürgermeisterin Hanna Mensching-Buhr. Erst danach könne die Gemeinde entscheiden, ob sie sich dem Beschluss der Niedernwöhrener bezüglich des Flächennutzungsplanes anschließt. „Weil bisher kein Antrag vorliegt, steht dieser Punkt auch nicht auf der Tagesordnung der nächsten Ratssitzung im August“, erklärte Mensching-Buhr.

Flaute statt Gegenwind

Auch um die Bürgerinitiative „Gegenwind Nordsehl“ ist es ruhig geworden. Die Nordsehler Bürgermeisterin Hanna Mensching-Buhr hat keine Kenntnis von neuen Aktionen der Initiative, noch steht sie mit den Gegnern des Windparks Nordsehl in Kontakt. Im April erläuterte Adolf Deterding, Mitbegründer der „Lambeeke Windpark Entwicklungs GbR“, an einem  Info-Abend 180 interessierten Bürgern den geplanten Windpark. Mitglieder von „Gegenwind“, die an der Veranstaltung offenbar teilgenommen hatten, kritisieren den Vortrag zwar auf ihrer Internetseite, hielten sich bei der Infoveranstaltung jedoch zurück. Deterding zufolge herrschte nach dem Vortrag insgesamt eine zustimmende Atmosphäre unter den Anwesenden.

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