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Männer unter sich

Pollhagen / Gesprächskreis Männer unter sich

Ein Mal im Monat müssen einige Frauen in Pollhagen auf ihre Gatten verzichten. Diese treffen sich dann im Gemeindehaus der Kirche zu einem Gesprächskreis. Sowohl aktuelle Themen aus der Presse als auch biblische werden dabei diskutiert.

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Die Pollhäger Männer schätzen ihren Abend mit Pastor Uwe Herde und treffen sich regelmäßig.

Quelle: par

Pollhagen (par). „Die Initiative ging von einigen Männern aus der Gemeinde aus. Die kamen zu mir und sagten, dass es viele Angebote für Kinder und Frauen gibt, aber nicht wirklich welche für Männer“, erklärte Pastor Uwe Herde, der die Gesprächsführung bei den Zusammenkünften leitet. „Ich war sofort einverstanden und fand die Idee gut.“ Seit nunmehr zwei Jahren gibt es den monatlichen Männerabend, an dem in lockerer Atmosphäre geplaudert werden darf.

 

Bei einem kühlen Bier oder anderen Getränken fühlen sich die meist älteren Herren wohl und genießen den Austausch in geselliger Runde. Zwischen 20 und 25 Männer nehmen die Möglichkeit des „Klönabends“ wahr und erscheinen regelmäßig. „Es sind meist Herren im mittleren und höheren Alter. Aber wir haben auch einige Jüngere zwischen uns. Ich denke, alle fühlen sich hier wohl, egal wie alt sie sind“, sagte Herde.

 

Am Freitagabend gab es, passend zur Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton, vorab eine Hochzeitssuppe zur Stärkung. Danach konnte die Gesprächsrunde beginnen. Geredet wurde über das Alter. Der Pastor trug zunächst einige Passagen aus Fulbert Steffenskys Buch „Schwarzbrot-Spiritualität“ vor, ehe er die darin aufgestellten Thesen zum Anlass nahm, über diese zu diskutieren. „Alte Menschen wollen gerne jung sein, junge Menschen versuchen sich meist älter darzustellen als sie sind“, stelle der Pastor in den Raum. Die Teilnehmer der Runde pflichteten ihm bei und kamen zu der Erkenntnis, dass das Alter früher anders verstanden wurde.

 

Noch vor einigen Jahren galten alleine die Erfahrenen als weise, heute können ältere Menschen in Bezug auf Internet und Technik viel von der Jugend lernen. „Allgemein haben sich die Grenzen der Welt verschoben und es herrscht eine ganz andere Auffassung von Öffentlichkeit“, stellte ein Pollhäger fest. „Die Ausbildung und das Studium dauern heute viel länger. Es hat eine Verschiebung stattgefunden“, ergänzte er.

 

Alle Herren beteiligten sich engagiert an der Runde und fühlten sich ersichtlich wohl. „Einige von ihnen kommen schon seit zwei Jahren jeden Monat. Dennoch freuen wir uns natürlich immer über neue Gesichter“, so Pastor Herde.

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