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Sind die Schulen noch zu retten?

Pollhagen / Elternforum Sind die Schulen noch zu retten?

30 Mütter und Väter sind der Einladung zum ersten Treffen des Elternforums der Samtgemeinde Niedernwöhren im Pollhäger Gemeindehaus gefolgt. Eine Resonanz, die die Initiatoren, Ute Held und Friedrich Eickmann, durchaus zufriedenstellte. Die Gruppe soll fortan Ideen sammeln, die zu einer Art Schulrettungs-Strategie führen.

Pollhagen (gus). Denn am politischen Willen wird sich auch nach der morgigen Kommunalwahl nichts Entscheidendes ändern, erwartet Eickmann. Dieselben Politiker, die auch hinter dem Diskussionspapier zur Schließung der Schulen in Meerbeck und Lauenhagen gestanden haben (wir berichteten), dürften auch im neuen Samtgemeinderat sitzen. Deshalb könnten nur betroffene Eltern entsprechenden Einfluss nehmen, um die Schulen zu erhalten.

Held vermutete, dass der bevorstehende Wahltermin das schnelle Verstummen der Schließungsbefürworter gezeitigt hatte. Sie betonte, dass es wichtig ist, nicht nur jeden Ort einzeln agieren zu lassen. Es gehe darum, Ideen zu entwickeln, wie beide Grundschulstandorte zu sichern sind. Pädagogisch gesehen existiere keine Notwendigkeit dazu. Erster Ansatz war ein Zusammentragen der Vorteile dreier Standorte.

Daraus ergaben sich auch Hinweise auf zu erwartende Einbußen nach Schulschließungen. Beispielsweise befürchteten die Eltern, dass der Busverkehr ausdünnen könnte, wenn es weniger Schulstandorte in der Samtgemeinde gibt. Zudem könnten die Kindergärten unter den Schulschließungen leiden. Und insgesamt resultierte daraus eine sinkende Attraktivität für Familien.

Ein weiterer Nachteil fällt unter den Aspekt Verkehr: Derzeit gebe es kurze, sichere Schulwege in Meerbeck und Lauenhagen. Bei einer Zentralisierung in Niedernwöhren gäbe es Probleme mit dem Schülertransport von Meerbeck aus. Weil dann mehr Eltern ihre Kinder mit dem Auto anliefern würden, entstünde ein Chaos auf dem Parkplatz in Niedernwöhren. Die nahen Schulstandorte haben aus Sicht der Eltern auch den Vorteil, dass die Kinder ihre Freundschaften im Ort entwickeln können und nicht von Mama oder Papa in andere Dörfer gefahren werden müssen.

Unterschiedliche Schwer-punkte an den drei Schulen wären eine Möglichkeit, wie sich die drei Einrichtungen gegenseitig ergänzen könnten. Einen solchen Schwerpunkt gibt es bereits in Meerbeck: Die Eingangsstufe mit zusammengefasster 1. und 2. Klasse. Diese zu erhalten war mehreren Eltern wichtig.

Ein nächster Schritt soll sein, auf Grundlage aller Argumente und Anregungen ein Schulkonzept für die Samtgemeinde zu erstellen. Dazu sei es wichtig, konkretes Zahlenmaterial zu bekommen. Dazu müsse die Verwaltung in die Pflicht genommen werden.

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