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Solarprojekt Pollhagen steht auf der Kippe

Pollhagen / Solarprojekt Solarprojekt Pollhagen steht auf der Kippe

Eine Photovoltaik-Anlage am Mittellandkanal ist für die Gemeinde Pollhagen zwar noch nicht endgültig vom Tisch. Aber es gibt grundsätzliche Bedenken und gesetzliche Änderungen, die das Vorhaben infrage stellen.

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Kein Ackerland mit Photovoltaik-Modulen „pflastern“ oder Einnahmen steigern? Die Gemeinde Pollhagen schreibt das Solar-Projekt am Kanal noch nicht ab.

Quelle: Foto: gus

Pollhagen (gus). Gemeindedirektor Marc Busse informierte den Rat über Gespräche mit einem Unternehmer aus Stadthagen. Dieser habe zwar Interesse bekundet und will sich auch das vorgesehene Grundstück für das Vorhaben noch genauer anschauen. Doch die Streichungen bei der Einspeisevergütung haben dem Vernehmen nach dazu geführt, dass der Unternehmer alle seine aktuellen Projekte wegen fraglicher Wirtschaftlichkeit vorerst auf Eis gelegt hat.

Wegen der von der Bundesregierung beschlossenen Kürzungen sind bereits Firmen in die Schräglage geraten. Der prominenteste Fall ist der des Unternehmens „Q-Sells“. Auch der US-Konzern „First Solar“ will einen Standort in Deutschland schließen (wir berichteten).
Im Rat wurden auch optische Bedenken gegen das Projekt laut. Eine Photovoltaik-Anlage mitten in der Landschaft sehe nicht zwingend hübsch aus, sagte eines der Ratsmitglieder. Björn Rümpler (SPD) wollte das Vorhaben allerdings in jedem Fall weiterverfolgt sehen. Es sei zu früh, es komplett abzuschreiben.

Nach seinen Vorstellungen sollen auch wie schon bei der Solaranlage auf dem Turnhallendach die Pollhäger Bürger als Teilhaber an der zweiten Anlage ins Boot geholt werden. Dem schloss sich Roman Stadie an.
Heinrich Möller-Lindenberg (CDU) bezeichnete es als „verwerflich“, Ackerland mit Photovoltaik-Modulen zu bepflastern. Zudem wolle er nicht dafür mitverantwortlich sein, dass der Strom wegen der Subventionen für den Sonnenstrom, mit denen die Einspeisevergütungen bezahlt werden, immer teurer wird. Dafür erntete er Applaus.

Bürgermeister Friedrich Möller (WGP) wies auf den möglichen finanziellen Vorteil für die Gemeinde hin. Im Grundsatz beauftragte der Rat die Verwaltung bei zwei Gegenstimmen, das Projekt weiter voranzutreiben. Über Details solle später beraten werden.

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