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Samtgemeinde Niedernwöhren „Allerhöchste Zeit“
Schaumburg Niedernwöhren Samtgemeinde Niedernwöhren „Allerhöchste Zeit“
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00:35 31.08.2014
Noch endet der Radweg am Ortsausgang von Niedernwöhren. In den nächsten Jahren soll dieser bis Nordsehl verlängert werden. Quelle: kil
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Samtgemeinde Niedernwöhren

Da für das Vorhaben auch Grunderwerb erfolgt, wurden für Mitte September alle Anlieger zu einer Infoveranstaltung eingeladen, bestätigt Uta Weiner-Kohl von der Landesbehörde. Die Planungen laufen seit 2011 und liegen ihrer Ansicht nach „im vertretbaren Zeitrahmen“.

 Der erste Abschnitt des Radwegausbaues an der K28 beginnt an der Kreuzung zur L372/Dorfstraße in Niedernwöhren. Bis zum Ortsausgang gibt es bereits einen in die Jahre gekommenen Geh-/Radweg, der in diesem Bereich erneuert und dann bis nach Nordsehl verlängert werden soll. Auch die Fahrbahn wird in einigen Abschnitten verbreitert.

 Der zweite Abschnitt von Nordsehl bis Lauenhagen kommt danach an die Reihe. Der dritte Abschnitt bis Lüdersfeld ist noch nicht im Bauprogramm enthalten, erklärt Bernd Hugo vom Landkreis. Da die im Programm aufgelisteten Projekte aber bereits weit gediehen seien, kann sich Hugo vorstellen, dass schon 2015 ein neues Programm erstellt wird. Da könnte dann auch der dritte Abschnitt beinhaltet sein.

 Die Gemeinden Nordsehl und Niedernwöhren warten seit Jahren auf den Radweg. Nordsehl hatte 2001 den ersten Antrag an den Landkreis gestellt – ohne Erfolg. 2009 schlossen sich beide Kommunen zusammen, um einen zweiten Antrag zu formulieren. Vor rund zwei Jahren wurde das Vorhaben in das Straßenbauprogramm aufgenommen. „Es wird allerhöchste Zeit“, findet Nordsehls Bürgermeisterin Hanna Mensching-Buhr. Nachdem der Ausbau in den vergangenen Jahren immer wieder geschoben worden war, sei sie froh, „dass es jetzt immerhin Schritt für Schritt voran geht“. Die Kreisstraße 28 sei eine viel befahrene Straße – vor allem in der Erntezeit –, auf der man bis zu 100 Stundenkilometer fahren dürfe. Für Radfahrer sei das unglaublich gefährlich.

 Auch Niedernwöhrens Bürgermeister Thomas Bachmann ist „nach all den Versprechen“ guter Dinge, dass der Radweg an dieser „hochgradig gefährlichen“ Route bald gebaut wird. Er spricht von einer unübersichtlichen „Rennstrecke“, auf der er schon diverse Verkehrsteilnehmer in Schwierigkeiten beobachtet habe. Unfälle in diesem Abschnitt seien ihm glücklicherweise noch nicht bekannt. Aber soweit dürfe man es auch nicht kommen lassen.

 Warum die Kommunen so lange warten müssen? Das hat finanzielle Gründe, erklärt Hugo. „Schließlich geht es hier um Millionenprojekte.“ Der erste Abschnitt koste rund 1,5 Millionen Euro. Die Zuschüsse betragen 60 bis 70 Prozent, den Rest zahlt der Landkreis. kil

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