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Samtgemeinde Niedernwöhren Anrufbus auf Expansionskurs
Schaumburg Niedernwöhren Samtgemeinde Niedernwöhren Anrufbus auf Expansionskurs
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00:31 25.10.2014
Quelle: SN
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Samtgemeinde Niedernwöhren

Nicht nur für den Landkreis, sondern auch für das Land“, sagte Knut Utech, Sachgebietsleiter ÖPNV beim Landkreis Schaumburg, bei der Jahresversammlung des Vereins. Denn die Arbeitsgruppe „Mobilität im ländlichen Raum“ beim Zukunftsforum Niedersachsen orientiere sich unter anderem am Niedernwöhrener Projekt.

 Seit Beginn des Bestehens habe der Bus insgesamt 62336 Gäste befördert, wie Vereinsvorsitzende Erika Hoppe-Deter berichtete. Die durchschnittliche Gästezahl pro Monat habe sich von 248 im Jahr 2003 auf 783 im Jahr 2013 gesteigert. Dass der Anrufbus das Aufkommen bewältigen kann, liegt auch an der Ausweitung des Fuhrparks. Mit einem Fahrzeug hatten die Niedernwöhrener 2003 begonnen, nun sind vier Fahrzeuge unterwegs. Und dies bei positiven Geschäftsergebnissen, wie Kassenwart Sebastian Kühn vermelden konnte. „Wir sind mit 4400 Euro Plus ’rausgegangen“, sagte er. Dies sei bei einem Umsatz von 45697 Euro erreicht worden. Diese Bilanz schafft der Verein mithilfe der Samtgemeinde, die 5000 Euro Zuschuss pro Jahr gewährt, mit Spendeneinnahmen und Mitgliedsbeiträgen. Der Verein hat derzeit 66 Mitglieder, wie Hoppe-Deter mitteilte.

 Zurzeit bedient Niedernwöhren mit einem Fahrzeug auch den Anrufbus Nienstädt, bis dieser sein eigenes Auto bekommt. Hoppe-Deter deutete an, dass dies logistisch nicht ganz einfach sei. „Wir merken, das Auto fehlt uns jetzt“, sagte die Vorsitzende, und auf den Nienstädter Routen „läuft es noch ein bisschen kreuz und quer“, habe sie festgestellt. Das werde sich sicherlich noch einpendeln. Die Organisation der Fahrten in der Nachbargemeinde läuft außerdem über die Dispositionszentrale des Niedernwöhrener Busses.

 Nicht nur in puncto Fuhrpark expandiert der Anrufbus Niedernwöhren. Der nächste große Schritt könnte die Bedienung der Orte in der Samtgemeinde Sachsenhagen werden, wie Hoppe-Deter ankündigte. Die Anfragen nach einem derartigen Angebot häuften sich. „Das geht aber nicht für null“, stellte sie klar. Sie habe zur Bedingung gemacht, dass dann auch Fahrer aus Sachsenhagen „mit ins Boot kommen“ müssen. bab

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